Der französische Präsident Emmanuel Macron befand sich nach Explosionen in der syrischen Hauptstadt in Sicherheit. Das Elysee-Palast erklärte, dass der Präsident nach Verletzungen, die in der Nähe des Hotels stattfanden, unversehrt blieb. Eine Sicherheitsquelle berichtete der BBC, dass die Sprengungen durch zwei explosive Geräte verursacht wurden und mehrere Personen verletzt wurden. Die syrische Medienberichterstattung meldete, dass achtzehn Menschen, darunter vier Polizeibeamte, verletzt worden waren.
Macron befand sich in der Hauptstadt für Gespräche mit seinem syrischen Amtskollegen Ahmed al-Sharaa im Präsidentsaal. Nach den Berichten über die Explosionen zeigten Videos und Bilder in den sozialen Medien Rauch- und Flammenwolken, die aus einem Fahrzeug in der Nähe eines Hotels stiegen. Die syrische Staatsfernsehen berichtete zeitgleich, dass al-Sharaa Macron in den Präsidentsaal willkommen hieß.
Die Analyse der Videoaufnahmen zeigte, dass die Explosionen etwa hundertfünfundzwanzig Meter vom Four Seasons Hotel auf dem Gehweg der Shoukry al-Quowatly stattfanden. Die offiziellen Stellen gaben an, dass der französische Präsident während seines Weges zum Treffen keine Explosionen hörte. Macron traf am Montagabend in Syrien ein und wurde damit zum ersten EU-Anführer, der das Land besuchte, seit dem Sturz der 24-jährigen Herrschaft von Bashar al-Assad.
Vor diesem Ereignis hatte bereits Anfang Juli eine Bombe in einem überfüllten Café in zentralem Damaskus mindestens neun Menschen getötet und zwanzig zwei verletzt. Die Ereignisse verdeutlichten die anhaltende Instabilität in der Region. Nach dem Besuch in Syrien plante Macron anschließend eine Reise nach der Türkei für den NATO-Gipfel. Der Besuch verlief wie geplant, obwohl die Sicherheitslage in der Hauptstadt angespannt blieb.