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Fernsehen

Gefährliche Partner: Prominente aus MAFS Australia berichteten von unangekündigten Straftaten

Investigationen enthüllten, dass Teilnehmerinnen über kriminelle Vergangenenstände ihrer Partner nicht informiert wurden.

Stars der australischen Version von Married at First Sight berichteten, dass sie sich durch die Sendung unsicher und ungeschützt fühlten. Eine Untersuchung der BBC enthüllte, dass die Teilnehmerinnen über kriminelle Vergangenenstände ihrer Partner nicht informiert wurden, was Fragen bezüglich der informierten Zustimmung aufwarf. Dies geschah inmitten einer Krise, die durch Berichte über Vergewaltungsvorwürfe in der britischen Version der Sendung ausgelöst worden war.

Eine Teilnehmerin aus der australischen Serie erklärte, sie wußte nichts von einer früheren Drogenstraftat ihres Matches und erfuhr dies erst nach Ende der Sendung. Sie betonte, dass es eine informierte Zustimmung geben müsse. Ein weiterer Mann aus derselben Serie besaß eine Verurteilung wegen eines Streitfalls, von dem seine Partnerin nicht Kenntnis hatte.

Mehrere ehemalige Teilnehmerinnen riefen die Sendung auf, ihre Hintergrundüberprüfungen zu verbessern und zu verhindern, dass Personen mit früheren Verurteilungen oder Vorwürfen in die Sendung gelassen wurden. Sie empfanden die Situation als mangelnde Fürsorge seitens der Produzenten.

Sierah Swepstone, die mit Billy Belcher zusammengepartnert wurde, äußerte sich enttäuscht. Sie wurde mit einem Mann zusammengebracht, der 2014 wegen Drogenvergehen verhaftet und verurteilt worden war. Sie forderte, dass sie nicht mit einer Person mit einem kriminellen Hintergrund allein gelassen werden dürfe. Sie erklärte: „Brides are not safe on MAFS Australia“.

Ein weiterer Teilnehmer berichtete von Angst und Trauma. Er erzählte, sein Partner habe ihm während der Dreharbeiten von aggressiven Verhaltensweisen berichtet, und die Produzenten wüssten davon. Er fühlte sich während der gesamten Zeit verängstigt. Die Produzenten gaben an, dass der Mann an einem isolierten Vorfall beteiligt gewesen sei, der Jahre vor der Sendung stattfand, und es gäbe keine Aufzeichnungen über die Vorwürfe.

Die Sendung Channel 9 und Endemol Shine Australia versicherten, dass strenge Protokolle zur Gewährleistung der Sicherheit der Teilnehmer existierten. Sie gaben an, dass ein strukturierter, mehrstufiger Überprüfungsprozess existierte, der polizeiliche und Strafregisterprüfungen umfasste. Dennoch kritisierten die Teilnehmerinnen, dass die Überprüfungen „gehetzt“ seien und dass die Produzenten die Verantwortung für die Sicherheit der Frauen vernachlässigt hätten.

Organisationen wie Our Watch betonten, dass Vorwürfe oder Verurteilungen als „ernsthafte Schutzfrage“ behandelt werden mussten und nicht von den gefährdeten Personen zurückgehalten werden durften. Die Teilnehmerinnen forderten Klarheit darüber, wie die Sendung die Risiken für die Frauen in Kauf nahm, indem sie die Hintergrundinformationen nicht offenlegten.

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