Die Regierung Malaysias verstärkte die Regeln für Wanderungen im ganzen Land, nachdem ein Social-Media-Trend zu einer Zunahme von verlorenen und in Not geratenen Bergsteigern geführt hatte. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 meldete das nationale Feuerwehr- und Rettungsdienstamt 52 Fälle von verlorenen Wanderern, was einen Anstieg von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellte.
Experten bemerkten, dass viele Wanderer minimale Ausrüstung mit sich führten, um als professionelle Trailrunner in sozialen Medien aufzutreten. Einige in der Outdoor-Influencer-Community, bekannt als „Hike-Tok“, verbreiteten „komprimierte Wanderungen“, also verkürzte und anspruchsvollere Touren, die oft innerhalb eines einzigen Tages absolviert wurden. Diese Trends förderten zudem eine ergebnisorientierte Beziehung zur Natur, indem Wanderer versuchten, möglichst viele Gipfel zu erklimmen.
Als Reaktion darauf verbannten die Behörden komprimierte Wanderungen in vielen gefährdeten Gebieten des Landes. Der stellvertretende Minister für natürliche Ressourcen und Umweltnachhaltigkeit erklärte, dass Wanderer die Bedeutung der Vorbereitung unterschätzten und von sozialen Medien beeinflusst wurden, was das Risiko von Notfällen erhöhte. Die Regierung verstärkte zudem die Überprüfung vor den Besteigungen durch die Einführung von Gesundheitserklärungen, medizinischen Vorgeschichten und Versicherungsnachweisen.
Die Priorität der Regierung lag darauf, das Risiko von Verlusten und Unfällen zu mindern und somit den Bedarf an Such- und Rettungsaktionen zu reduzieren. Diese Operationen erforderten erhebliche finanzielle Mittel und Personalressourcen. Die Durchsetzung der neuen Vorschriften variierte; in einigen Bundesstaaten wurden Anträge auf komprimierte Aktivitäten abgelehnt, während in anderen Mindestkletterzeiten von mehreren Tagen für bestimmte Routen festgelegt wurden. Malaysia forderte für Wanderungen in ihren Nationalparks und Wäldern Genehmigungen an.