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Wissenschaft

Massentod von Vögeln: Zweiter australischer Staat betroffen von Vogelgrippe

Umweltminister warnt vor Beginn einer schwierigen Reise für die Tierwelt

Luftaufklärungen detektierten den Massentod von Vögeln in einem zweiten australischen Bundesstaat, was eine weitere Eskalation der Verbreitung der tödlichen H5-Vogelgrippe signalisierte. Der Umweltminister Murray Watt erklärte am Montag, Australien habe eine „lange und schwierige Reise“ begonnen, als die CSIRO-Analyse das erste Massensterbe von Vögeln an den Baudin Rocks vor der Küste Südaustraliens bestätigte.

Wenige Stunden später berichteten die Behörden in Victoria, dass Luftbeobachtungen einen „Cluster“ von toten und kranken Großtrappen in der Glenelg-Flussmündung nahe Nelson und entlang der Lawrence Rocks identifiziert hatten. Sollten Proben von den viktorianischen Vögeln positive Ergebnisse geliefert haben, bestätigte dies das zweite bestätigte Sterbeereignis durch die tödliche Krankheit, die die Tierwelt weltweit heimsuchte.

Die Behörden bestätigten, dass Luftaufklärungen über den Baudin Rocks etwa 50 tote und 30 kranke Vögel aufzeigten. Proben von fünf Großtrappen und einer Silbergans wurden an das Zentrum für Krankheitsvorsorge der CSIRO gesandt und lieferten am Montag positive Ergebnisse. Watt betonte in seiner Stellungnahme, dass man die Verbreitung der Krankheit nicht aufhalten könne und dass dies zu weiteren Massensterbenereignissen führen würde.

Er erklärte weiter: „Die Realität ist, man kann native und wilde Vögel nicht aufhalten, und man kann wilde Tiere nicht aufhalten, und das bedeutet mehr Massensterbenereignisse wie das, das wir bereits gesehen hatten.“ Er forderte stattdessen, die Widerstandsfähigkeit der Populationen heimischer Vögel und Säugetiere aufzubauen.

In Victoria bestätigte der Chef für Biodiversität, James Todd, dass die Luftbeobachtungen mit den Berichten aus Südaustralien übereinstimmten. Der Chef für Veterinärwesen, Dr. Graeme Cooke, berichtete, dass die Beobachtungen in der Region Portland und Nelson einen klaren Anstieg der toten Trappen entlang der Küste zeigten. Die Region beherbergte zudem wichtige Brutkolonien von Australasian Gänse und Seehundkolonien sowie das international bedeutende Feuchtgebiet Glenelg und Discovery Bay.

Die Umweltministerin Südaustraliens, Emily Bourke, äußerte ihre Besorgnis über einen bestätigten Fall der H5-Vogelgrippe bei einem Petrel im Coorong. Dieser Fall gehörte zu achtzehn neuen Fällen, die die CSIRO am Montag in Südaustralien bestätigte. Bourke betonte, dass diese bestätigte Lage besorgniserregend sei, da das Gebiet nicht nur Seevögel beherbergte, sondern auch dort, wo Wasservögel nisteten und diesen Raum als Zufluchtsort nutzten. Die Verbreitung der Krankheit in diese sensiblen Ökosysteme stellte eine ernste Bedrohung für die gesamte Tierwelt dar.

VogelgrippeAustralienUmweltCSIRO

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