FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Wirtschaft

Mausplage in Australien: Bauern kämpften gegen eine verheerende Population

Hohe Kosten und biologische Herausforderungen prägten die Landwirtschaft

Eine Mausplage terrorisierte landwirtschaftliche Betriebe in weiten Teilen Australiens. Nagetiere verbreiteten sich unkontrolliert in Wohngebieten und vernichteten Getreidefelder. Diese Bedrohung trat in einer Zeit erhöhten Drucks auf die Landwirte auf, da sie bereits mit unvorhersehbaren Preisen für Treibstoff und Düngemittel konfrontiert waren, ausgelöst durch den Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Israel im Iran-Kontext.

Um den Schaden zu begrenzen, investierten die Bauern Hunderttausende von Dollar in die Wiederanpflanzung von Kulturen, die von den Nagetieren verzehrt worden waren, oder sie setzten wertvolle Arbeitsstunden ein, um Köder aus sterilen Samen mit Maulwurmfarben zu verlegen. Geoff Cosgrove, der eine Farm von vierzehntausend Hektar in Westaustralien betrieb, betonte die psychologische Belastung: „Sie spielen mit dem Verstand – sie liefen nachts durch die Decken, in die Klimaanlagen. Man hörte sie und roch sie – es war wie ein verrottendes Leichnam.“

Die Situation verschlechterte sich, als eine rekordverdächtige Ernte zu den Nagetieren führte. Große Mengen an Getreide wurden während der Verarbeitung in den Feldern verteilt, was den Nagetieren eine reichhaltige Nahrungsquelle bot. Nach dem Niederschlag, der das Wachstum junger Pflanzen förderte, befanden sich die Nagetiere in einem Zustand des Überflusses. In den Canola-Feldern schätzte eine Agrarwissenschaftlerin, Belinda Eastough, etwa achtzehntausend bis zehntausend Mäuse pro Hektar.

Die wissenschaftliche Einschätzung des Problems zeigte die Tragweite der Situation. Während eine Plage allgemein mit achthundert Mäusen pro Hektar definiert wurde, sprachen die Landwirte in Westaustralien von Tausenden von Tieren pro Hektar. Steve Henry, Forscher am CSIRO, stellte fest, dass die Populationen in den Anbauzonen mindestens drei bis vier Tausend Bauhöhlen pro Hektar umfassten. Die Reproduktionsrate der Nagetiere war zudem beunruhigend: Sie konnten innerhalb weniger Tage nach der Geburt erneut trächtig werden, was die Ausbreitung beschleunigte.

Die psychologische Belastung war ebenso signifikant wie die wirtschaftlichen Verluste. Landwirte konnten sich nicht abschalten, wenn sie mit der Plage konfrontiert waren. Die Notwendigkeit, schnell zu handeln, insbesondere bei der Aussaat, verstärkte den Stress. Die steigenden Kosten für Diesel und Dünger wurden als zusätzlicher Faktor betrachtet, der die Belastung erhöhte. Erst kürzlich wurde eine stärkere Köderlösung genehmigt und war für die Landwirte verfügbar. Mit kühleren Temperaturen, Regen und dem neuen Köder konnten die Zahlen der Nagetiere in den letzten Tagen gesenkt werden. Cosgrove zeigte sich optimistisch, dass der Winter die Situation entschärfen würde, da die Kälte und der Regen die Verbreitung der Plage eindämmen sollten.

AustralienLandwirtschaftSchädlingeAgrarwirtschaft

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp