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Welt

Mensch getötet bei Protest gegen Ebola-Quarantänezentrum in Kenia

Polizei schoss bei Demonstration gegen US-Einrichtung in Nanyuki

Ein Mann starb bei einer Demonstration gegen die geplante Ebola-Quarantäneanlage für US-Bürger in Kenia. Die kenianische Polizei schoss bei der Versammlung einen Mann tot. Patrick Wahome, der Demonstrationen gegen das Zentrum in Nanyuki organisierte, berichtete der Nachrichtenagentur Reuters, dass der Mann durch einen Schuss in den Kopf gestorben war. Reporter sahen seinen Körper in einem Polizeifahrzeug, mit einer schweren Kopfverletzung, liegen. Ein Polizeisprecher gab keine Informationen über den Vorfall.

Dutzende Menschen versammelten sich in der Nähe der Laikipia-Flugbasis, dem geplanten Standort der Anlage in Nanyuki, 120 Kilometer von der Hauptstadt Nairobi entfernt. Einige trugen Schutzausrüstung und trugen eine Urne mit der Aufschrift „Ebola“. Mehrere Personen wurden festgenommen, und die Polizei setzte Schlagstöcke ein, um die kleinen Menschenmengen zu zerstreuen. Die Kenianische Kommission für Menschenrechte erklärte auf X, dass verhüllte Polizeibeamte lebende Kugeln abfeuerten und neunzehn Demonstranten willkürlich festnahmen.

Die Demonstranten widersprachen dem Zentrum teilweise auf der Grundlage der Sorge, potenzielle Träger der hoch ansteckenden Krankheit auf kenianischem Boden zu haben. In den letzten Wochen wuchs die Wut im ganzen Land. Bereits letzte Woche starben zwei Menschen bei einer Demonstration in einer Stadt.

Die US-Regierung plante, dreißig medizinisches Personal für die Einrichtung in Nanyuki zu entsenden. Sollte die Anlage fertiggestellt werden, verfügte sie über fünfzig Betten. Nach einer Petition des kenianischen Nichtregierungsorganisationsinstituts Katiba Institute blockierte ein Gericht in Nairobi Ende letzten Monat vorübergehend die Errichtung der Einrichtung und die Aufnahme von Personen, die mit Ebola infiziert waren. Die Regierung wurde daran gehindert, mit dem Plan fortzufahren, bevor der Fall geklärt war. Die nächste Anhörung war für den 23. Juni angesetzt.

Der Präsident Kenias, William Ruto, versprach, den Prozess voranzutreiben und betonte, dass das Land Washington für jahrelange Hilfsleistungen schulde. Gesundheitsbeamte in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo kämpften darum, einen Ausbruch des Virus einzudämmen. Der Ausbruch wurde am 15. Mai erklärt, doch das Virus zirkulierte mutmaßlich wochenlang unentdeckt. Die Weltgesundheitsorganisation erklärte die Epidemie für einen öffentlichen Gesundheitsnotstand internationaler Bedeutung. Die Krankheit wurde durch das seltene Bundibugyo-Virus verursacht, welches weder ein Impfstoff noch eine zugelassene Behandlung besaß. Bis zum 6. Juni meldete die Demokratische Republik Kongo insgesamt 515 bestätigte Fälle und 91 Todesfälle, während Uganda 19 bestätigte Fälle, darunter zwei Todesfälle, sowie einen mutmaßlichen Fall meldete. In Kenia gab es keine bekannten Fälle.

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