Die Metropolitan Police erhielt eine zwölfmonatige Verlängerung für ein Pilotprojekt mit dem Spionagetechnologieunternehmen Palantir. Diese Entscheidung erfolgte im Zuge eines laufenden Vergabeverfahrens, während die Polizei die Beschaffung eines neuen Technologieanbieters durchführte.
Die Entwicklung fand Wochen nach dem Blockieren eines fünfzig Millionen-Pfund-Vertrags zwischen der Met und dem US-Unternehmen statt, welcher die Automatisierung der Analyse von Geheimdienstinformationen bei kriminellen Ermittlungen vorsah. Das Büro des Bürgermeisters erklärte daraufhin, es habe einen „klaren und schwerwiegenden Verstoß“ gegen die Vergaberegeln festgestellt und die Polizei habe nur einen einzigen Lieferanten ernsthaft in Betracht gezogen.
Die Rechtsvertreter von Palantir schrieben anschließend an das Büro für Polizei und Kriminalität (Mopac) des Bürgermeisters und erklärten ihre Absicht, die Entscheidung vor Gericht anzufechten. Die Met begann somit, ein neues Vergabeverfahren für die weiteren zwölf Monate zu führen, um einen geeigneten Lieferanten zu bestimmen.
Assistant Commissioner Rachel Williams bestätigte die Fortsetzung der Nutzung der vom Unternehmen bereitgestellten Fähigkeiten. Sie erklärte, Mopac habe die Met genehmigt, diese Möglichkeit für weitere zwölf Monate zu nutzen, um professionelle Standards zu stärken, Fehlverhalten aufzudecken und das öffentliche Vertrauen zu erhöhen. Sie betonte, dass das Projekt Teil des „New Met for London“-Plans sei, der darauf abzielte, Standards zu verbessern und schlechte Unternehmenskultur zu bekämpfen.
Williams erläuterte, dass die Polizei erstmals die Möglichkeit erhielt, Daten zu bündeln, die sie rechtmäßig besaßen, um potenzielle Standards-, Wohlfahrts- oder Kulturbedenken zu identifizieren. Ein früherer Pilotversuch fokussierte sich auf die Identifizierung von Verhaltensproblemen, und nun wurden zahlreiche Angelegenheiten durch das Team für professionelle Standards bearbeitet.
Kommissar Mark Rowley sprach über die Zusammenarbeit mit Palantir und beschrieb den Nutzen des Pilotprojekts. Er erklärte, dass die Fähigkeit zur Handlung durch den Mangel an Technologie eingeschränkt war. Der Pilot hatte es ermöglicht, Daten zu bündeln, Muster aufzudecken, die zuvor unbemerkt geblieben waren, potenzielle Verfehlungen oder Risiken früher zu erkennen und somit konsistenter handeln zu können.
Durch dieses Projekt konnte die Polizei Daten von rund fünfundvierzigtausend Personen innerhalb der Organisation zusammenführen und auf ein entdeckungsbasiertes Modell umstellen. Die Polizei sei nicht länger allein auf Hinweise angewiesen, die von Kollegen oder Opfern kamen. Sie konnte nun Problemindividuen oder Muster proaktiv identifizieren, Risiken frühzeitig erkennen und eingreifen, bevor Schaden eintrat. Dies stellte einen entscheidenden Fortschritt dar.