Der neue Botschafter Mexikos für das Vereinigte Königreich, Alejandro Gertz Manero, besaß er erhebliche Vermögenswerte. Er verfügte über zehn Wohnhäuser, sieben Fahrzeuge, darunter zwei Rolls-Royce-Limousinen, eine geschätzte Schmucksammlung im Wert von über einer Million Dollar sowie eine Kunstsammlung. Diese opulenten Besitztümer stellten einen deutlichen Gegensatz zur politischen Position seiner Zugehörigkeit zur Morena-Partei dar.
Manero, der von Präsidentin Claudia Sheinbaum letztes Jahr ernannt worden war, legte seine finanziellen Vermögenswerte erst kürzlich offen. Die Liste der Güter umfasste auch Immobilien in den Vereinigten Staaten und eine Wohnung in Madrid. Manero erklärte in seiner öffentlichen Erklärung, dass viele dieser Vermögenswerte durch Erbschaft entstanden seien.
Die Vermögenslage des Botschafters stand jedoch im scharfen Kontrast zur politischen Philosophie der Morena. Diese Partei pflegte historisch das Motto: „Für das Wohl aller, zuerst die Armen“. Experten kritisierten, dass die Morena sich zwar mit der Sparsamkeit assoziierten, diese jedoch im Widerspruch zu der tatsächlichen Zusammensetzung der Partei standen, welche eine Mischung aus Politikern und Persönlichkeiten unterschiedlicher Vermögensstufen umfasste.
Diese Diskrepanz wurde durch mehrere Skandale innerhalb der Partei verdeutlicht. Angehörige der Morena gerieten wegen luxuriöser Kleidung, Uhren und exotischer Reisen in Verruf. Ein jüngster Vorfall betraf den Sohn des ehemaligen Präsidenten, der bei einem teuren Hotel in Tokio fotografiert wurde. Diese Ereignisse traten zeitgleich mit neuen Parteirichtlinien auf, welche die „Präsentation materieller Pracht wie Schmuck, Designerbekleidung oder Luxusreisen“ als Gegensatz zu den Prinzipien der Partei definierten.
Eine Expertin bemerkte, dass die öffentliche Empörung weniger auf den persönlichen Reichtum der Politiker beruhte, sondern auf die Kluft zwischen ihren opulenten Vorlieben und den Gehältern ihrer Regierungspositionen. Sie argumentierte, dass die Morena einen strategischen Fehler gemacht hätten, indem sie alle Formen des Reichtums mit einem Mangel an Moral verbanden. Sie forderte, dass von Anfang an verhindert werden müsse, dass sehr wohlhabende Personen der Bewegung beitreten, um zukünftige Wahlkämpfe zu sichern.