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Wirtschaft

Mietern könnten Milliarden sparen: Warum Vermieter zögerten

Regulierung nötig, um den Anreiz für energetische Modernisierungen zu schaffen

Mietende konnten durch Dachsolaranlagen und die Modernisierung von Geräten Ersparnisse von zwanzig Milliarden Dollar innerhalb eines Jahrzehnts erzielen. Die Ersparnisse könnten bis zum Jahr 2050 hundert Milliarden Dollar betragen und die anfänglichen Investitionskosten übersteigen. Dennoch mangelte es den Mietern an den notwendigen energetischen Verbesserungen, wie Dämmung, Geräteersatz und Solaranlagen, da die Motivation der Vermieter fehlte.

Das Institut für Energieökonomie und Finanzanalyse (IEEFA) identifizierte das Problem als mangelnde Motivation der Vermieter. Energieanalyst Jay Gordon erklärte, dass die Verantwortung für diese umfangreichen Haushaltsenergiemodernisierungen beim Vermieter lag. Da die Vermieter jedoch keine direkten Ersparnisse aus den Energiekosten erhielten, fehlte ihnen der finanzielle Anreiz für die Umsetzung dieser Maßnahmen.

Dieses sogenannte „Getrennte Anreiz“-Phänomen war die Ursache für die geringe Dämmungsrate in Mietobjekten. Die Analyse des IEEFA zeigte zudem, dass dieser Anreiz den Unterschied in der Solaranutzung erklärte: Während 44 Prozent der Eigentümer die Solaranlage installierten, nutzten nur elf Prozent der Mieter diese Möglichkeit.

Das Institut modellierte verschiedene Effizienzmaßnahmen und Szenarien für Tausende von Haushalten. Gordon bemerkte, dass eine Kombination aus Effizienzverbesserungen, sparsamen Geräten und Solaranlagen die Energiekosten im Verhältnis zu einem schlecht funktionierenden Haus halbiert. Die Verbesserungen dienten nicht nur den Haushalten, sondern reduzierten auch die Belastung der Stromnetze während Spitzenlastzeiten.

Um dieses Problem zu lösen, forderte Gordon eine koordinierte Vorgehensweise über alle Regionen hinweg. Victoria führte Mindeststandards für Energieeffizienz in Mietobjekten ein. Das IEEFA empfahl eine Standardanforderung, dass ineffiziente Gas- oder elektrische Geräte durch effizientere Alternativen ersetzt wurden, sobald sie defekt wurden. Für nicht-gerätebezogene Verbesserungen, wie Solaranlagen oder Batteriespeicher, sollten Vermieter Flexibilität bei der Auswahl von Maßnahmen erhalten.

Unabhängige Energieberater wiesen darauf hin, dass Mieter auch ohne die Zustimmung der Vermieter sofort Einsparungen erzielen konnten. Reversible Schritte wie der Austausch von Duschköpfen, die Abdichtung von Zugluft und die Verklebung von Fenstern dienten zur Senkung der Energiekosten. Diese Maßnahmen führten zudem zu einer Reduktion der Spitzenlasten im Sommer und Winter und ermöglichten in Regionen mit verbreiteten Gasgeräten auch materielle Gasersparnisse für kritische Industrien.

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