Angus Taylor äußerte die Ansicht, dass Migranten eine „Nettoentlastung“ für Australien darstellten. Diese Darstellung, die Migranten als „Betrüger“ darstellte, stützte sich jedoch nicht auf die Fakten. Die Zahlen zeigten das Gegenteil: Migranten zahlten über ihr Leben mehr Steuern ein, als sie in staatliche Leistungen erhielten.
Die Mehrheit der Migranten suchte nicht nach Sozialleistungen, sondern strebte nach Arbeit und dem Aufbau eines Lebens für sich und ihre Familien. Diese Personen waren in der Regel jünger als die durchschnittliche Australier und besaßen höhere Qualifikationen. Das war kein Zufall. Das Migrationssystem gewährte Ausländern, die eine positive gesellschaftliche Bereicherung versprachen, Visa.
Doch kurz nach seiner Ernennung zum Leiter der Liberalen Partei beschrieb Taylor Migranten als „Nettoentlastung“ für die Gesellschaft und behauptete, viele Menschen nutzten die Großzügigkeit Australiens „für eigennützige Zwecke“. Er argumentierte, Australier würden durch Migranten von Vorteilen ausgeschlossen. Taylor stellte zudem dar, dass Kürzungen bei Veteranen gleichzeitig mit der Vergabe von Geldern Nicht-Bürgern erfolgten.
Es existierte kein Beweis dafür, dass Australien Probleme mit einer großen Gruppe von Migranten hatte, die lediglich auf Sozialleistungen lebten. Im Gegenteil, die Regierung hatte lange Zeit die gegenteilige Sichtweise verstanden. Das Finanzministerium veröffentlichte Ende 2021 eine Studie, welche die langfristige finanzielle Auswirkung des permanenten Migrationsprogramms modellierte. Diese Analyse zeigte, dass Migranten über ihr Leben 41.000 Dollar mehr Steuern zahlten, als sie in staatlichen Leistungen erhielten.
Die Analyse ergab, dass die durchschnittliche Migrantin im Vergleich zum durchschnittlichen Australier über ihr Leben 127.000 Dollar positiven fiskalischen Nutzens generierte. Die Modellierung lieferte starke Belege dafür, dass das permanente Migrationsprogramm für Australien einen erheblichen finanziellen Vorteil erzeugte. Experten betonten, dass die Versuche, Leistungen für Dauerresidenten einzuschränken, eine Lösung für ein nicht existierendes Problem darstellten. Die gesamte Migrantengruppe trug mehr Steuern bei als Leistungen in Anspruch nahm.