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Wirtschaft

Milburn forderte neues Vor-Ausbildungsprogramm zur Schließung der Jugendarbeitslosigkeit

Ein nationaler Weg zur Vorbereitung auf Ausbildungen vorgeschlagen

Alan Milburn forderte die Einführung eines nationalen Vor-Ausbildungsweges in England, um die Lücke zwischen dem Verlassen der Schule und dem Beginn einer Ausbildung für junge Menschen zu schließen. Er mahnte die Regierung, eine nationale Initiative anzubieten, welche jungen Menschen weitere Bildung, Schulungen und praktische Berufserfahrung ermöglichte. Diese Empfehlung präsentierte er in seinem finalen Bericht, dessen Veröffentlichung jedoch auf die Haushaltsberatungen verschoben wurde.

Milburn warnte vor dringendem Handeln, um dem dramatischen Rückgang der Ausbildungsbeginnraten in den letzten zehn Jahren entgegenzuwirken. Es zeigte sich, dass nur ein Fünftel der Ausbildungsbeginne aktuell an junge Menschen im Alter von sechzehn bis achtzehn Jahren ging. Die Zahl der unter neunzehnjährigen, die eine Ausbildung antraten, hatte sich in einem Jahrzehnt fast halbiert. Diese Entwicklung verdeutlichte die akute Krise der Jugendarbeitslosigkeit.

Der Vorschlag Milburns zielte auf junge Menschen ab, denen die Qualifikationen, das Selbstvertrauen, die notwendige Berufserfahrung oder die Routinen fehlten, um eine vollständige Ausbildung zu sichern und aufrechtzuerhalten. Das Programm sollte hauptsächlich über weiterführende Bildungseinrichtungen realisiert werden und Englisch, Mathematik sowie technische Lehrmethoden mit praktischer Erfahrung bei einem Arbeitgeber verbinden. Die Struktur ähnelte einem einjährigen vorberuflichen Weg in Österreich, der junge Menschen auf den Übergang in Ausbildungen vorbereitete.

Andere Länder mit niedrigeren Arbeitslosenquoten setzten einen stärkeren Fokus auf berufliche Wege, wie beispielsweise die Niederlande und Österreich, wo mehr als die Hälfte der Schüler im Oberstufenalter in berufliche Programme eingeschrieben waren. Diese Vergleiche unterstrichen die Notwendigkeit einer stärkeren Fokussierung auf die berufliche Qualifizierung.

Parallel dazu erörterte Milburn die Notwendigkeit einer grundlegenden Überarbeitung des Sozialsystems. Er deutete an, dass eine Neuausrichtung des Sozialsystems eine zentrale Säule seines Berichts bildete, ergänzt durch Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitsförderung. Die Regierung erwog nun umfassende Sozialreformen, darunter die Abschaffung einer wichtigen Behindertenleistung für Personen unter fünfundzwanzig Jahren und deren Ersatz durch ein milliardenschweres Unterstützungspaket zur Arbeitsaufnahme. Diese Maßnahmen dienten dem Ziel, die Arbeitsmarktintegration zu verbessern und die öffentliche Finanzen angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage zu stabilisieren.

ArbeitsmarktAusbildungSozialpolitikJugendarbeitslosigkeit

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