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Politik

Ministerin unter Druck: Skandal um Charakterempfehlungen

Victorianische Politikerin bedauerte 33 Empfehlungen, darunter eine für einen Taxisfahrer

Die viktorianische Ministerin Luba Grigorovitch stand wegen der Erstellung von Charakterempfehlungen unter Beobachtung. Sie gestand, dass sie rund 33 solche Empfehlungen verfasst hatte, darunter sechs, die sie bedauerte. Eine der Empfehlungen richtete sich gegen einen Taxisfahrer, der Frauen angegriffen hatte.

Grigorovitch erklärte am Montagabend, dass sie sich der Tatsache bedauerte, dass sie Empfehlungen für Personen verfasst hatte, deren Vergangenheit sie nicht kannte. Sie bedauerte die entstandenen Verfehlungen und versprach, künftig keine solchen Empfehlungen mehr auszustellen. Dies betraf auch zwei separate Empfehlungen für Wähler, die gegen Entscheidungen der Bundesregierung protestiert hatten, welche ihre Visa wegen Nichterfüllung des Charaktertests widerrufen wollte.

Laut Berichten des Herald Sun hatte Grigorovitch eine Empfehlung für Muhammad Isa verfasst, einen ehemaligen Taxisfahrer, der im Jahr 2013 Frauen unanständig angegriffen hatte. Eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts stellte fest, dass Grigorovitch zwar Isa als vertrauenswürdig ansah, jedoch unbewusst von seinen früheren Vergehen wusste. Die Behörde lehnte Isa’s Berufung ab, da er „schwere Verbrechen“ und eine „anhaltende mangelnde Einsicht“ aufwies.

Des Weiteren verfasste sie eine Empfehlung für einen pakistanischen Bürger, der 2024 gegen die Entscheidung des Immigrationsministers protestierte, die ihm ein Partnerschaftsvisum verwehrt hatte, basierend auf früheren Gewaltvergehen. Grigorovitch räumte ein, dass ihr internes Verfahren zur Prüfung solcher Empfehlungen mangelhaft war. Sie gestand, dass ihr Prozess nicht ausreichend war, weshalb sie ihre Handlung korrigierte und die Empfehlungen zurückzog.

Kritiker äußerten sich scharf. Der Schattenstaatsanwalt James Newbury bezeichnete die Enthüllungen als Beweis dafür, dass Grigorovitch „nicht für eine Ministerin geeignet“ sei. Die Grünenführerin Ellen Sandell betonte, dass es „gute Sitte und kluge Urteilsfähigkeit“ sei, keine Empfehlungen für Personen auszustellen, die man nicht persönlich kannte. Die Kollegin Harriet Shing versicherte, dass es nie ihre Praxis gewesen sei, solche Empfehlungen auszustellen, und sie diese Angelegenheit sehr ernst nahm.

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