Ein berühmtes Bullenmosaik in einer der großen Arkaden Mailands benötigte dringend Pflege, nachdem es durch Touristen beschädigt worden war. Die Beschädigung resultierte aus einer Tradition, bei der Besucher die Körperteile des Bullen ehrenvoll berührten. Berichten zufolge gruben Touristen in Mailand ihre Fersen auf den „glücklichen Fleck“ des Bullen und drehten sich dabei dreimal im Kreis, um Glück zu erlangen.
Diese Handlungen führten dazu, dass die rosa Fliesen, welche die „Testikel“ des Bullen bildeten, abgetragen wurden. Die Stadträte erklärten, dass täglich Tausende von Menschen diese berühmte Fußdreh-Geste ausführten. Dies führte zu einer sichtbaren Erosion des Kunstwerks.
Das beige und blaue Mosaik eines prancing Bullen, umgeben von einem Wappen, befand sich in der historischen Arkade der Galleria Vittorio Emanuele II. Diese Arkade repräsentierte die Stadt Turin, die die erste Hauptstadt Italiens war. Das Mosaik war somit ein wichtiges Stück kulturellen Erbes.
Die Restaurierung begann in dieser Woche. Eine kleine Baustelle wurde um das Mosaik errichtet, und ein Restaurator arbeitete daran, das Kunstwerk in seinen früheren Glanz zurückzuversetzen. Der Handwerker Gianluca Galli knielte vor dem Mosaik und schnitt neue Steinstücke von Hand, während neugierige Zuschauer zuschauten.
Galli betonte, dass die drehende Geste, obwohl charmant, für ein Kunstwerk schädlich war. Die Stadträte Emmanuel Conte und Marco Granelli erinnerten daran, dass die letzte Restaurierung des Bullenmosaiks im Jahr 2017 stattfand. Sie betonten, dass die Galleria ein lebendiges Erbe sei, welches durch die frequentierte Nutzung abgenutzt wurde. Sie erklärten, dass sie das Kunstwerk pflegten, damit es weiterhin Bestand hatte.