Mütter, die ihre Kinder durch häusliche Gewalt verloren, leisteten Kampagnen, um die Lücke in den Strafen bei Morden zu schließen. Die Angehörigen präsentierten Justizminister David Lammy Bilder von Frauen, die von ihren Partnern in ihren eigenen vier Wänden getötet worden waren. Carole Gould erklärte, dass ihre Tochter Ellie durch ihren Ex-Freund getötet worden war, während Julie Devey ein Foto ihrer Tochter Poppy zeigte, die von ihrem Ex-Freund ermordet worden war. Beide Täter hatten ihre Verbrechen in einem häuslichen Umfeld begangen und nutzten Waffen aus ihrem Zuhause. Dies führte dazu, dass die Täter eine Höchststrafe von fünfzehn Jahren erhielten, was zehn Jahre weniger war als bei einem Mord auf der Straße. Die Mütter empfanden dies als eine Verringerung des Wertes ihrer Töchter.
Gould forderte Lammy auf: „Stellen Sie sich vor, dies wäre Ihre Tochter.“ Der Justizminister zeigte sich schockiert. Die Gruppe präsentierte auch Fotos von Frauen, deren Täter 2026 verurteilt wurden, nachdem neue Maßnahmen eingeführt worden waren, um längere Strafen bei häuslichen Morden zu verhängen, wenn Verharmlosung oder übermäßige Gewalt vorlagen. Devey bemerkte, dass diese Maßnahmen nicht wirksam waren. Sie fragten Lammy, welche Macht er besaß, um die Strafen zu ändern. Lammy versprach, die Gesetze anzupassen.
Nach einer kurzen Stille gab Lammy zu, dass er die Forderungen verstand. Er verkündete, dass Mörder, die ihre aktuellen oder Ex-Partner in England und Wales töteten, nun mit der Möglichkeit einer zusätzlichen zehn Jahre Haft konfrontiert waren. Die Mütter zeigten sich emotional und erlebten einen kathartischen Moment. Elaine Newborough, die Mutter von Megan Newborough, die 2021 von ihrem Freund ermordet worden war, betonte die emotionale Bedeutung des Moments.
Die Kampagne für diese Entwicklung war ein langer Weg. Devey und Gould begannen zusammenzuarbeiten, nachdem sie über die Verluste ihrer Liebsten berichteten. Sie gründeten die Organisation Killed Women, die auf die systemischen Versäumnisse in der Strafjustiz hinwies. Sie führten Kampagnen durch, die auf die Untersuchung von häuslicher Gewalt und die Berücksichtigung von Verhaltensmustern drängten. Jess Phillips, die die Gruppe unterstützte, betonte, dass die Frauen eine grundlegende Ungerechtigkeit im Strafrecht korrigiert hatten.
Die neuen Regelungen waren jedoch nicht perfekt. Die Kommissarin für häusliche Gewalt äußerte ihre Enttäuschung, dass die Strafverlängerung nicht auf Fälle angewandt wurde, in denen ein Opfer von einem Familienmitglied getötet wurde. Dennoch bekräftigten die Aktivistinnen, dass sie weiterkämpfen würden. Gould fokussierte sich auf die Aufklärung des Täters, während Devey betonte, dass die Anerkennung der Gefahr des Täters für fünfundzwanzig Jahre ein wichtiger Schritt war. Die Mütter erkannten, dass ihre Anstrengungen Früchte trugen.