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Politik

Musks Fokus auf britische Politik: Eine Analyse seiner Social-Media-Aktivitäten vor dem Börsengang

Vergleichende Analyse zeigt eine signifikante Verschiebung der Themenfokussierung des milliardenschweren Unternehmers.

Elon Musk veröffentlichte auf seinem sozialen Netzwerk X doppelt so häufig Beiträge über Rasse und Migration in Großbritannien, als er über SpaceX, das er ebenfalls besaß, im Vorfeld des Börsengangs der Raumfahrt- und KI-Firma. Eine Analyse von Musks Beiträgen, Antworten und Neuveröffentlichungen zwischen dem 31. Mai und dem 12. Juni zeigte den Umfang, in dem die Online-Aktivität der reichsten Person der Welt, die primär in den Vereinigten Staaten lebte, auf die britische Politik ausgerichtet war.

Diese Periode war von erhöhter Spannung und Besorgnis in Großbritannien geprägt, insbesondere hinsichtlich der Online-Aktivitäten, vor allem von rechtsextremen Accounts. Dies geschah nach dem Urteil von Vickrum Digwa im Zusammenhang mit dem Mord an dem Teenager Henry Nowak, was zu Vorwürfen der „anti-weißen“ Polizeiarbeit führte und zu Zusammenstößen zwischen rechtsextremen Demonstranten und der Polizei führte. Gleichzeitig korrespondierte dies mit gewalttätigen Ausschreitungen in Belfast in Nordirland, als Proteste nach einem Messerangriff ausbrachen.

Während britische Minister zur Beendigung der Gewalt aufriefen, bereitete sich Musk in den Vereinigten Staaten auf einen der größten Momente seiner Unternehmenskarriere am 12. Juni vor. An diesem Tag ging SpaceX, seine sozialen Medien, das Satelliteninternet und das Luft- und Raumfahrtkonglomerat an die Börse, wodurch er zum ersten Trillionär der Welt wurde. Dennoch zeigte die Analyse, dass Musk in der Zeit vor dem Börsengang 303 Mal über Rasse und Migration sprach, von denen fast drei Viertel sich auf britische Politik bezogen. Im Vergleich dazu veröffentlichte er nur 114 Mal über SpaceX (einschließlich Antworten und Neuveröffentlichungen), die am 12. Juni an der Nasdaq notiert wurden.

Die Analyse von Musks X-Feed bewies, wie sehr der aus Südafrika stammende Geschäftsmann darauf bedacht war, seine Ansichten über britische Politik darzulegen, oft auf Weisen, die von der britischen Regierung oder dem Premierminister Keir Starmer nicht willkommen waren. Nach dem Urteil von Digwa beschuldigte Starmer Musk, die Spaltung in der britischen Gesellschaft zu provozieren. Er erklärte: „Musk hat in den letzten Tagen wieder in unsere Politik eingegriffen und versucht, Spaltung zu erzeugen. Das ist nicht das, was wir in Großbritannien sind.“

Musks Fokus auf die Politik erschien überraschender, da er als Einzelperson für die Pläne des Börsengangs von SpaceX und die Bewertung des Unternehmens von zentraler Bedeutung war. Das Unternehmen reservierte einen ungewöhnlich großen Teil seiner Aktien für nicht-professionelle, nicht-institutionelle Investoren und hoffte auf Musks Popularität, um 75 Milliarden Dollar (56 Milliarden Pfund) zu beschaffen – es sammelte jedoch 85,7 Milliarden Dollar ein. Vor dem Börsengang konzentrierte sich Musks Fokus auf den potenziellen Käufer nicht. Stattdessen veröffentlichte er am Abend vor dem Börsengang Videos von Rupert Lowe, dem Anführer der rechtsextremen Partei „Restore Britain“, der die Vertreibung von Migranten forderte, die sich nicht selbst finanziell versorgen konnten. In einer Reihe anderer Beiträge reflektierte er über „Multikulturalismus“ und die Perfideit des Westens im Allgemeinen.

Ein Bericht des Zentrums zur Bekämpfung digitaler Hass fand heraus, dass Antworten auf Musks Beiträge nach dem Messerangriff in Belfast 240 Aufrufe zur Gewalt enthielten. Es stellte auch fest, dass Musks Verstärkung und Antworten auf Lowe und Robinson 64 Millionen Aufrufe für deren Beiträge generierten – mehr als sie durch ihre eigenen Follower generiert hatten. Dr. Michael Vaughan, Forscher am International Inequalities Institute der London School of Economics, bemerkte, dass Musks Reichtum und seine Verstrickung mit rechtsextremen Figuren ihn zu einer verstörenden Präsenz in der demokratischen Politik machten. Er bemerkte: „Musk ist in den letzten Jahren in der europäischen Politik zunehmend wichtig geworden, zu einer Zeit, in der sein Vermögen in exponentiell starkem Maßstab zugenommen hat.“

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