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Wissenschaft

Nachrichtenkonsum wandelt sich: Junge Australier meiden traditionelle Medien

Studie zeigt den Aufstieg sozialer Netzwerke und künstlicher Intelligenz als neue Informationsquellen

Eine Umfrage zum digitalen Nachrichtenverhalten ergab, dass die Mehrheit der Australier unter fünfundzwanzig Jahren keine Zeitungen oder Radio als Informationsquelle nutzte. Die Daten des Digital News Reports zeigten, dass das Interesse an Nachrichten insgesamt jedoch gestiegen war, insbesondere bei Frauen und jungen Menschen. Das Interesse von jungen Erwachsenen zwischen achtzehn und vierundzwanzig Jahren stieg beispielsweise auf 47 Prozent. Politische Interessenten fanden unter den Menschen unter fünfunddreißig Jahren erstmals höhere politische Affinitäten als ältere Kohorten.

Eine Untersuchung des News and Media Research Centre an der Universität Canberra ergab, dass vierzig Prozent aller Australier, die früher Nachrichten aus Zeitungen und Radio erhielten, diese traditionellen Medien nun nicht mehr nutzten. Sechzig Prozent der jungen Erwachsenen zwischen achtzehn und vierundzwanzig Jahren nutzten Zeitungen überhaupt nicht mehr als Informationsquelle. Zudem nutzten fünfundfünfzig Prozent der unter zwanzigjährigen keine Radioübertragungen für Nachrichten und fünfundzwanzig Prozent des dieser Alterssegmentes nutzten Fernsehen nicht als Nachrichtenquelle.

Der langfristige Trend zeigte eine Abkehr von traditionellen Medienformaten wie Fernsehsendungen und täglichen Zeitungen hin zu neuen Medien. Das Fernsehen blieb mit fünfundsiebzig Prozent die wichtigste Nachrichtenquelle, jedoch folgten es eng soziale Netzwerke mit fünfundsechzig Prozent und Online-Nachrichten mit fünfundzwanzig Prozent. Soziale Medien, darunter TikTok, Facebook und Instagram, etablierten sich als die zweitwichtigste Informationsquelle, vor Online-Nachrichten. Fast die Hälfte der jungen Erwachsenen zwischen achtzehn und vierundzwanzig Jahren nutzte TikTok für Nachrichten.

Die neue Grenze für den Zugang zu Informationen bildeten generative künstliche Intelligenz-Chatbots wie ChatGPT und Gemini. Fast zehn Prozent der Befragten berichteten, diese Werkzeuge zur Informationsbeschaffung zu nutzen, auch durch das Stellen von Folgefragen. Weltweit sank das Vertrauen in Nachrichten auf dreißigsieben Prozent, den niedrigsten Stand seit der Erhebung des Berichts im Jahr 2015.

Die Autoren der Studie stellten fest, dass junge Menschen positiver hinsichtlich der Qualität der Nachrichtenberichterstattung waren als ältere Generationen und sie den öffentlichen Dienstleistungsmedien einen hohen Wert zuschrieben. Demgegenüber äußerten dreißigneun Prozent der Konsumenten von Rechtspopulationen die Ansicht, dass öffentliche Medien eine negative Wirkung auf die Gesellschaft besaßen. Die Forschung betonte, dass der Konsum von Nachrichten über verschiedene Plattformen und Wege hinweg kontinuierlich weiterentwickelt wurde.

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