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Kultur

Naidoc-Preis ehrt Rhoda Roberts für ihren Beitrag zur indigenen Kultur

Die herausragende Förderin der First Nations-Kultur erhielt posthum eine Lebensleistungspreis-Auszeichnung.

Rhoda Roberts, eine Widjabul Wieybal-Frau der Bundjalung-Nation, starb im März im Alter von 66 Jahren. Sie wurde am Samstagabend in Alice Springs posthum mit dem Lebensleistungspreis bei den Naidoc-Auszeichnungen ausgezeichnet. Diese Ehrung würdigte ihre lebenslange Hingabe zum Teilen, Bewahren und Fördern der First Nations-Kultur durch Sprache, Tanz und Zeremonien.

Die Naidoc-Auszeichnungen erkennen die herausragenden Beiträge, Erfolge und Exzellenz der Aborigines und Torres Strait Islander-Völker in ganz Australien an. Lynette Riley, Co-Vorsitzende des Nationalen Naidoc-Komitees, pries Roberts als eine „Kraft“ an und betonte, dass ihr Vermächtnis zukünftige Generationen inspirieren würde. Sie erklärte, dass Roberts „furchtlos, brillant und tief engagiert“ gewesen sei und dass es wichtig sei, ihren außergewöhnlichen Beitrag weiterhin anzuerkennen.

Der Minister für indigene Australier, Malarndirri McCarthy, betonte, dass die Gewinner dieses Jahres „den Geist von Naidoc verkörperten“ und das jährliche Ereignis den 50-jährigen Jubiläum feierte. Er hob hervor, dass die Geehrten „Führer, Fürsprecher, Künstler, Pädagogen, Innovatoren und Gemeinschaftshelden“ seien, deren Arbeit positive Veränderungen schuf und andere inspirierte. McCarthy feierte damit die Generationen der First Nations-Menschen, die die Gemeinschaften gestärkt und eine bessere Zukunft für alle Australier geformt hatten.

Roberts leistete zahlreiche wegweisende Beiträge zur indigenen Sichtbarkeit. Während der Olympischen Spiele in Sydney im Jahr 2000 arbeitete sie als Kreativdirektorin und choreografierte den „Awakening“-Teil der Eröffnungszeremonie, den Millionen von Menschen weltweit sahen. Sie wurde auch als erste Aboriginein anerkannt, die eine Hauptsendung zur aktuellen Berichterstattung, SBS’s Vox Populi, im Jahr 1991 moderierte. Darüber hinaus gründete sie 1992 zusammen mit anderen Deadly Sounds, eine Sendung, die über 21 Jahre lief und den indigenen Menschen eine Stimme in ganz Australien und dem Pazifik gab.

Als Leiterin der indigenen Programmgestaltung am Sydney Opera House im Jahr 2012 initiierte sie Dance Rites, einen Tanzwettbewerb der First Nations, und setzte sich für die Aufnahme des Bangarra Dance Theatre und der Deadly-Auszeichnungen ein. Im Jahr 2017 wurde sie zudem als Kreativdirektorin des Parrtjima-Lichtfestivals in Alice Springs/Mparntwe tätig. Ihre Arbeit hinterließ einen tiefgreifenden und dauerhaften Einfluss auf die kulturelle Landschaft Australiens.

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