Die Familie von Nancy Guthrie stellte am Samstag einen neuen Appell um Informationen bezüglich des Verbleibs ihrer Großmutter heraus. Dies geschah sechs Monate nach ihrer Verschwindung aus ihrem Zuhause in Tucson, Arizona, und einen Tag nach der Veröffentlichung zweier mutmaßlicher Lösegeldforderungen. Ein Beitrag in sozialen Medien drückte die tiefe Not der Angehörigen aus, die seitdem in ständiger Angst lebten.
Nancy Guthrie, eine achtundvierzigjährige Frau und Mutter der Fernsehmoderatorin Savannah Guthrie, verschwand am 1. Februar. Trotz intensiver nationaler Aufmerksamkeit und der Beteiligung des Bundeskriminalamtes (FBI) gelang es den Ermittlern jedoch nicht, Verdächtige festzunehmen. Die Ermittlungen blieben trotz der öffentlichen Besorgnis offen.
Am Donnerstag berichtete NBC News, dass zwei Männer, die unmittelbar nach der Verschwindung von Nancy Guthrie festgenommen und befragt worden waren, eine Schadensmeldung gegen den Sheriff des Pima County, Chris Nanos, und einen Ermittler gegen die Handhabung einreichten. Die Sheriff-Abteilung des Pima County veröffentlichte eine Mitteilung, in der sie betonte, dass die Untersuchung zu Guthrie weiterhin aktiv und im Gange blieb.
Die erste Notiz enthielt die Behauptung, die Großmutter sei sicher, aber verängstigt und würde erst nach Erhalt einer Zahlung von vier Millionen Dollar in Bitcoin freigelassen werden. Die zweite Notiz hingegen behauptete, sie sei kurz nach ihrer Entführung gestorben und sei in der Natur begraben worden. Die mutmaßlichen Entführer drückten in dieser Nachricht aus, dass nichts geändert werden könne und die Familie Ruhe finden solle.
Die Familie bat in ihrem neuen Appell um Unterstützung und drückte ihre Verzweiflung aus. Sie flehten darum, dass jemand vorstellig werde, da jemand etwas wisse und die Texte der Lösegeldforderungen entschlüsselt werden könnten. Der Appell endete mit der dringenden Bitte: „Bitte. Bringen Sie sie nach Hause“.