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Politik

NATO-Führer überrascht durch türkische Geschenke

Präsident Erdoğans ungewöhnliche Gabe von Revolvern stellte die Teilnehmer des Gipfels vor logistische und diplomatische Herausforderungen

Die Führer der NATO erlebten eine unerwartete Geste nach dem Gipfeltreffen in Ankara. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan schenkte jedem Teilnehmer ein Revolver, graviert mit seinem Namen, zusammen mit sechs Munitionspaketen und einer Notiz, welche die Waffen von Exportkontrollen ausnahm. Diese ungewöhnliche Gabe überraschte die Delegationen und löste unter den Sicherheitskräften der verschiedenen Verbündeten erhebliche Verwirrung aus.

Keir Starmer erwähnte die außergewöhnliche Gabe als Erster. Auf dem Rückflug aus Ankara erhielten die Teilnehmer die Waffen in einer roten Box, die mit Schwarz ausgekleidet war. Die Situation führte zu intensiven Diskussionen über die Handhabung der Geschenke. Der belgische Premierminister Bart De Wever informierte, dass er die genaue Art der Gabe erst nach seiner Ankunft in Belgien erfuhr. Er erklärte, dass der Premierminister die Waffen umgehend der Polizeibehörde übergab, damit diese sie in einem gesicherten Versteck aufbewahrten und die Angelegenheit nach den geltenden Verfahren handhabten.

Auch die EU-Präsidenten Ursula von der Leyen und António Costa erhielten Revolver. Von der Leyen dankte Erdoğan für die Gabe und teilte mit, dass die Waffen stillgelegt und einem Militärmuseum gespendet würden. Die Logistik der Übergabe stellte jedoch eine erhebliche Herausforderung dar. Das polnische Präsidenten Karol Nawrocki erhielt ebenfalls ein Revolver, doch die Situation war durch einen früheren Vorfall belastet. Im Dezember 2022 hatte der Polizeichef Polens eine Anti-Panzergranatenschleuder aus der Ukraine erhalten, die in seinem Büro explodierte und er sowie das Polizeigebäude in Warschau erheblich beschädigte.

Die Frage, warum der türkische Präsident solch eine Gabe machte, beschäftigte die Delegationen intensiv. Während der Gipfel Themen wie die Ukraine, den Iran und die Beziehungen zum US-Präsidenten Donald Trump behandelte, blieb die Motivation hinter der Geste unklar. Es war üblich, dass Staatsoberhäupter während Treffen Geschenke austauschten, doch solche Übergaben erforderten in der Regel keine solchen Sicherheitsvorkehrungen. Die türkische Regierung reagierte auf die Fragen der Teilnehmer nicht unmittelbar.

Einige Revolver, darunter die von Starmer, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der niederländische Premierminister Rob Jetten, blieben vorerst in der türkischen Hauptstadt. Die Frage der Waffenbeförderung stellte ein weiteres logistisches Problem dar. Der kanadische Premierminister Mark Carney nahm sein Revolver mit, während die Munition in der Türkei zurückgelassen wurde. Die Übergabe der Waffe an den südkoreanischen Premierminister Ulf Kristersson erforderte hingegen den Transport nach Schweden gemäß allen anwendbaren Vorschriften.

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