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Nauru: Flüchtlinge kämpften ums Überleben, obwohl Australien Millionen ausgab

Mangel an Nahrung und sauberem Wasser zeigten den Zusammenbruch des Systemes

Die australische Regierung verbrachte letztes Jahr mehr als neun Millionen Dollar für jeden Asylsuchenden, der auf Nauru festgehalten wurde. Dennoch konnten die Betroffenen kaum die Kosten für Nahrungsmittel decken. Eine Umfrage des Asylsuchenden-Ressourcen-Zentrums (ASRC) zeigte, dass die Menschen in den Haftzentren kaum Zugang zu ausreichender Nahrung oder sauberem Trinkwasser besaßen. Mehr als hundert Personen wurden auf die kleine Pazifikinsel geschickt, während sie auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge warteten.

Viele der Befragten berichteten, dass sie Mahlzeiten überspringen mussten, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Rakib, der seit über zwei Jahren auf Nauru verbrachte und keine Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit hatte, fühlte sich an einem Wendepunkt. Er äußerte die Hoffnung, dass es besser wäre, wenn sie getötet würden, da dies Frieden bringen würde.

Die Kosten für die Versorgung stellten ein erhebliches Problem dar. Die staatliche monatliche Zahlung von 260 Dollar, die für Lebensmittel, Wasser, Verbrauchsmaterialien sowie Internetzugang bestimmt war, reichte den Betroffenen nicht aus, um hungrig zu bleiben. Der monatliche Datenplan kostete etwa zwanzig Prozent dieser vorgesehenen Mittel. Die Insel Nauru, deren Bevölkerung stark von importierten Gütern abhängig war, sah sich mit stark schwankenden Preisen konfrontiert. Gemüse wie Tomaten und Zwiebeln kosteten dort dreimal so viel wie vergleichbare Produkte in Australien.

Die Situation verschlechterte sich weiter. Die Preise für einfache Güter stiegen, beispielsweise der Preis für eine Banane erhöhte sich von 1,50 Dollar auf etwa 4 Dollar. Zudem gab es Engpässe bei Reis, einem günstigen Grundnahrungsmittel für viele Nauruans und Asylsuchende. Es wurde mitgeteilt, dass zwei bis drei Monate auf die nächste Lieferung von Reis warten mussten, was die Überlebenssituation ungewiss machte.

Auch der Zugang zu sauberem Wasser stellte eine ernste Herausforderung dar. Da die Insel keine Flüsse oder Süßwasserseen besaß, stützte sie sich auf Regenwasser und Umkehrosmose. Achtundachtzig Prozent der Befragten berichteten, keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu haben. Rakib erklärte, dass sein Wasserbehälter über zwei Jahre nicht sauber gewesen sei und dass sie aufgrund fehlender Mittel keine qualitativ hochwertige Wasserquellen kaufen konnten.

Der Bericht des ASRC stellte fest, dass das System der Offshore-Inhaftierung „komplett zerbrochen“ sei. Die stellvertretende Geschäftsführerin erklärte, dass die grundlegendsten Standards der Sicherheit und menschlichen Würde nicht erfüllt wurden. Sie betonte, dass das System die körperliche und geistige Gesundheit der Menschen zerstörte und nun Beweise dafür vorlag, dass Menschen nicht genügend Nahrung erhielten. Die zuständige Sprecherin des Innenministeriums versicherte, dass die Leistungen regelmäßig überprüft wurden, um die Selbstständigkeit zu fördern, und dass die Betroffenen mit Respekt und Würde behandelt wurden.

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