Navi Pillay erhielt den Nobelfriedenspreis für das Jahr 2026. Die norwegische Nobelkommission verlieh die Auszeichnung ihr für ihre Bemühungen zur Förderung des Friedens und des internationalen Rechts. Der Preisträger wurde für ihre Arbeit als entscheidend erachtet, um sicherzustellen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord verfolgt wurden.
Der Nobelkommissionsvorsitzende Jørgen Watne Frydnes betonte, dass Pillay den Weg zu einer umfassenderen globalen Rechtsordnung ebnete. Er erklärte, dass das internationale Recht und seine Institutionen das Fundament einer friedlicheren Welt bildeten. Er hob hervor, dass die Entscheidung eine Botschaft an jene sei, die das internationale System und seine Institutionen angriffen.
Frydnes erläuterte die Entscheidung, indem er feststellte, dass das System des internationalen Rechts unter enormem Druck stand und seine Institutionen angegriffen wurden. Er warnte vor einer Verschiebung hin zu Machtpolitik auf Kosten juristischer Rahmenbedingungen und globaler Achtung vor Recht und Gerechtigkeit. Er betonte, dass die Rechtsstaatlichkeit, sowohl national als auch international, die Grundlage für die Einrichtung bildete, um Frieden zu gewährleisten und Konflikte gewaltfrei zu lösen.
Pillays Karriere zeichnete sich durch ein unerschütterliches Bekenntnis zu universellen Rechtsprinzipien aus. Als Juristin und Pionierin konfrontierte sie tiefgreifende strukturelle Diskriminierung und Ausgrenzung. Ein zentrales Thema ihrer Arbeit war die Verteidigung von Nelson Mandela und anderen, die sich gegen den Apartheid-Regime stellten. Ihre Tätigkeit als Richter in wichtigen internationalen Gerichtsverfahren unterstrich ihren Beitrag zur Entwicklung des Völkerrechts.
Die UN-Menschenrechtsbehörde begrüßte die Nachricht von Pillays Preisgewinn und betonte die Notwendigkeit weiterer Hingabe für die Menschenrechte. Pillay hatte maßgeblich dazu beigetragen, die Verantwortung von Staaten und Einzelpersonen im Sinne der Rechtsstaatlichkeit zu verdeutlichen. Ihre Expertise und Standhaftigkeit machten sie zu einer der angesehensten internationalen Juristen ihrer Zeit. Ihre Leistungen erinnerten an die Notwendigkeit, die globale Rechtsordnung zu stärken und zu erweitern.