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Politik

Navi Pillay erhielt den Nobelfriedenspreis für die Förderung des Völkerrechts

Richterin des Internationalen Gerichtshofs wird für ihren Beitrag zur internationalen Rechtsordnung ausgezeichnet

Die Nobelkommission verlieh Navi Pillay den Nobelfriedenspreis. Die südafrikanische ehemalige UN-Menschenrechtschefin, die als Richterin am Internationalen Gerichtshof tätig war, erhielt die Auszeichnung für ihre Arbeit zur Förderung des Völkerrechts. Pillay zeigte, dass juristische Maßnahmen zur Verhinderung von Krieg und Gewalt beitragen konnten. Die Kommission lobte Pillays Engagement für universelle Rechtsprinzipien und ihren festen moralischen Kompass während ihrer langen Karriere.

Pillay hatte eine bedeutende Rolle in internationalen Verfahren gespielt. Sie leitete eine UN-Kommission, welche das Israel für Völkermordakte im Gazastreifen verurteilte. Diese Kommission stellte fest, dass das Land Israel die spezifische Absicht verfolgte, die Palästinenser im Gazastreifen zu vernichten. Die Kommission bezeichnete zudem die damaligen politischen Führer Israels als Verursacher des Völkermordes. Pillay betonte in ihrer Stellungnahme, dass die Anwendung der Genozidkonventionen klar erkennbar war.

Ihre Karriere umfasste auch frühere Tätigkeiten, in denen sie Nelson Mandela unter dem Apartheid-Regime Südafrikas verteidigte und in internationalen Strafgerichten mitwirkte. Sie diente als UN-Hohekommissarin für Menschenrechte sowie als Vorsitzende der unabhängigen internationalen Untersuchungskommission zum besetzten palästinensischen Gebiet. Diese Tätigkeiten unterstrichen ihre Expertise im Bereich des internationalen Rechts.

Die Entscheidung der Nobelkommission betonte, dass Pillays Unabhängigkeit und Expertise zur Stärkung der Institutionen des Völkerrechts beigetragen hatten. Die Kommission erinnerte die Welt daran, dass die Rechtsstaatlichkeit, sowohl national als auch international, die Grundlage für ein System sei, das Frieden und Konfliktlösung ohne Gewalt gewährleistete.

Die Verleihung stieß auf heftige Reaktionen. Das israelische Außenministerium reagierte empört auf die Auszeichnung und bezeichnete sie als die groteske Instrumentalisierung eines Preises zur Legitimierung von Anti-Israel-Hass und Vorurteilen. Die Kommission betonte, dass Pillays Beitrag zur Stärkung des internationalen Rechts fundamental sei. Südafrika begrüßte die Auszeichnung und sah darin eine Bestätigung der globalen Bedeutung von Gerechtigkeit und Menschenwürde. Ein Jurist betonte, dass die Auszeichnung die internationale Bestrebung nach Frieden und Verständnis über Grenzen hinweg unterstrich.

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