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Sturzflut an der Nepal-Tibet-Grenze: Tausende vermisst

Rettungsaktionen intensiviert sich, humanitäre Hilfe wird dringend benötigt

Tausende Menschen blieben nach einer katastrophalen Sturzflut entlang der Nepal-Tibet-Grenze eine Woche lang verschwunden. Die Such- und Rettungsarbeiten intensivierten sich, während die Behörden versuchten, Überlebende zu finden und die Wiederherstellung der Lage zu planen. Nach Angaben der Katastrophenbehörde Nepals starben mindestens 1.114 Menschen, und fast 4.000 weitere befanden sich in Gefahr. Auf der tibetischen Seite meldete die chinesische Staatsmedienstelle 16 Todesopfer und über 500 vermisste Personen.

Die Flut, die mutmaßlich durch einen Gletscherrutsch ausgelöst worden war, zog letzten Mittwoch durch ein Himalaya-Tal und vernichtete Dörfer. Die Suchtrupps leisteten große Anstrengungen, um Arbeiter zu retten, die mutmaßlich in Wasserkraftwerks-Tunneln gefangen waren. Die Behörden Nepals retteten bis zu 12.000 Menschen, doch Tausende weitere, darunter Hunderte ausländischer Staatsbürger aus Indien, dem Vereinigten Königreich, Australien und den Vereinigten Staaten, blieben ungesehen. Die Befürchtungen, dass die Todeszahlen weiter ansteigen würden, wuchsen rasch.

Die internationale humanitäre Organisation gab an, dass die Reaktion in eine neue Phase eingetreten war und die Verantwortlichen die Hilfs- und Wiederherstellungsmaßnahmen verstärkten. Die größte Herausforderung bestand nun in der Zugänglichkeit der betroffenen Gebiete, da über 40 Brücken zerstört wurden. Experten aus China und Indien halfen beim Aufbau temporärer Brücken, und Drohnen wurden über schwer zugängliche Gebiete eingesetzt, um nach Überlebenden zu suchen.

Die Situation in Nepal war besonders prekär. Fast 3.500 Menschen fanden sich in 27 Unterkünften, hauptsächlich Schulen, obdachlos und vertrieben. Dies störte den Schulbetrieb erheblich. Die Organisationen betonten, dass die unmittelbare Priorität die Aufnahme humanitärer Hilfe, die Identifizierung der Hinterbliebenen und die Bereitstellung psychosozialer Unterstützung darstellte. Die Bevölkerung befand sich durch überfüllte Unterkünfte, kontaminiertes Wasser und beschädigte Gesundheitseinrichtungen in Gefahr, insbesondere während der Monsunzeit.

Der Premierminister Nepals, Balendra Shah, betonte die erneute Fokussierung auf den Schutz der Überlebenden, die medizinische Versorgung und psychologische Beratung. Nepal und die Vereinten Nationen einigten sich darauf, einen viermonatigen humanitären Notfallappell zu starten, um die langfristigen Folgen der verheerenden Flut zu bewältigen.

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