Die Behauptungen der Koalition und der Partei One Nation, dass die Aufgabe eines Netto-Null-Klimaziels die Strompreise senken würde, widerlegten neue Erkenntnisse des CSIRO-Berichts zu den Kosten der Stromerzeugung. Der Bericht zeigte, dass die Kosten für die Erzeugung von Elektrizität unabhängig von der politischen Linie Australiens zur Klimapolitik nach 2030 steigen würden, jedoch stabilisieren sich die Preise auf einem Niveau unter den jüngsten Preisspitzen.
Der Bericht konkludierte, dass Elektrizität aus Kernkraftwerken, welche von der Koalition und One Nation gefördert wurden, die teuerste Methode zur Stromerzeugung unter den verfügbaren Optionen darstellte. Die Studie betonte, dass ein Boom energieintensiver Rechenzentren in den Vereinigten Staaten die Kosten für Gaskraftwerke in die Höhe trieb, während Batterien die Rolle des Gases bei den Abendspitzen in Australien übernahmen.
Paul Graham, Chefökonom für Energie am CSIRO und Hauptautor des Berichts, erklärte, dass die Aufgabe des Netto-Null-Ziels keinen kostengünstigen Weg für die Elektrizität eröffnete. Er betonte, dass die Ablösung von Kohle durch andere Energieträger nicht zwangsläufig zu niedrigeren Kosten führte, da die Kosten für die Erzeugung bei einem Ersatz durch erneuerbare Energien vergleichbar blieben. Graham merkte an, dass die Schließung von Kohlekraftwerken oder der Bau neuer Kohleanlagen zu einer Erhöhung der Treibhausgasemissionen im Stromsektor geführt hätte.
Er argumentierte weiter, dass die Kosten für die Minderung der Emissionen im Stromsektor geringer seien als in der restlichen Wirtschaft. Er stellte fest, dass die Preisentwicklung des Großhandelspreises für Elektrizität zwar durch den Rückgang der Kohlekraftwerke und den Bau neuer Erzeugungskapazitäten ansteigen würde, aber die Preise für die kommenden Jahre unter 100 Dollar pro Megawattstunde blieben. Die endgültigen Kosten bis 2050 hing jedoch von dem Anteil der erneuerbaren Energien, den Kosten der Brennstoffe und den politischen Entscheidungen ab, wobei die Großhandelspreise voraussichtlich über 120 Dollar pro Megawattstunde lagen.
Der Bericht bekräftigte, dass Kernenergie in Australien die teuerste Option für die Stromerzeugung blieb. Selbst bei Berücksichtigung der sehr effizienten nuklearen Nutzung in Südkorea konnte deren Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Optionen nicht festgestellt werden. Dennoch bemerkte Graham, dass die Analyse der Stromverträge zwischen Erzeugern und Kunden voraussah, dass die Preise in den kommenden Jahren unter 100 Dollar pro Megawattstunde blieben. Die Marktentwicklung zeigte, dass Australien durch den Einsatz von Solar- und Batteriespeichersystemen eine erhebliche Widerstandsfähigkeit gegenüber globaler Instabilität entwickelte.