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Technologie

Neuer Regulierungschef von Ofcom versprach den Kampf gegen Technologiegiganten

Der ehemalige Channel 4-Chef thematisierte die mangelnde Reaktion auf Online-Sicherheitsbedenken und forderte eine Neuausrichtung der Aufsicht.

Der künftige Vorsitzende von Ofcom versprach, sich den Herausforderungen der Technologiebranche zu stellen. Er räumte ein, dass es eine Wahrnehmung gab, dass die Aufsichtsbehörde bei Bedenken hinsichtlich der Online-Sicherheit träge und ungenügend reagiert hatte.

Ian Cheshire, der die Stelle als Aufsichtsbeauftragter für Technologie und Medien besetzte, äußerte persönliche Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen sozialer Medien auf Minderjährige unter sechzehn Jahren. Vor einem Ausschuss zur Wissenschaft, Innovation und Technologie wurde er direkt gefragt, ob er die mächtigen Technologieunternehmen, welche die Online-Welt dominierten, in Angriff nehmen würde.

„Ja“, antwortete er und fügte hinzu: „Dies ist das Gebiet, das ich untersuchen und verstehen möchte, weil ich klar eine Wahrnehmung habe, dass die Behörde entweder unzufrieden oder langsam war oder beides.“

Cheshire schlug jedoch vor, dass Ofcom klar darlegen müsse, was es leisten konnte und was nicht. Er forderte die Plattformen selbst auf, zusammenzuarbeiten und zu demonstrieren, dass sie mehr tun wollten. Er betonte, dass es Fragen hinsichtlich der Praktikabilität der Geschwindigkeit der Umsetzung gäbe und dass Ofcom die Verantwortung übernehmen müsse, zu klären, wie man dies kommuniziert und festlegt, „was das Maximum ist, das wir leisten können“.

Obwohl er betonte, dass die Einschränkung sozialer Medien für Kinder eine Angelegenheit der Regierung sei, äußerte er persönliche Besorgnis. Er erklärte, er sei persönlich besorgt über soziale Medien unter sechzehn Jahren, würde diese Bedenken jedoch nicht politisch oder aus Sicht von Ofcom durchsetzen wollen.

Diese Äußerungen wurden von Sicherheitsinitiativen positiv aufgenommen. Andy Burrows, Chefunternehmer der Molly Rose Foundation, lobte, dass Ian Cheshire signalisierte, dass Ofcom unter seiner Führung die großen Technologieunternehmen in Angriff nehmen und die ersehnte Wahrnehmung der Trägheit bei der Durchsetzung des Online-Sicherheitsgesetzes angehen würde. Er bemerkte, dass eine Neuausrichtung und die Neudefinition dessen, was Ofcom effektiv bei der Online-Sicherheit leisten konnte, ein entscheidender Anfang sei.

Zusätzlich wurde Cheshire hinsichtlich der Unparteilichkeit im Zusammenhang mit GB News zur Rechenschaft gezogen, nachdem Beschwerden über den Output des rechtspolitischen Netzwerks vorgebracht worden waren. Cheshire versprach, „ernste Gespräche“ über die Möglichkeit zu führen, ob Politiker wie Nigel Farage aktuelle Programme in dieser Sendung präsentieren durften. Die Aufsichtsbehörde signalisierte zudem eine Intensivierung ihrer Regulierung der Technologieunternehmen und versprach, Online-Sicherheitsänderungen „durchzusetzen“ und TikTok sowie YouTube dafür verurteilte, nicht ausreichend zum Schutz von Kindern zu handeln.

Ofcom ordnete eine unabhängige Prüfung der Systeme von YouTube, TikTok und Meta an, welches Instagram und Facebook besitzt, um Kinder vor schädlichen Inhalten zu schützen. TikTok äußerte sich enttäuscht darüber, dass Ofcom seine Sicherheitsfunktionen, wie das Fehlen direkter Nachrichten für Minderjährige, nicht bemerkt hatte, während Meta erklärte, dass es seit über einem Jahrzehnt in Sicherheitsmaßnahmen für Teenager investiert habe. Snapchat, Meta und die Spieleplattform Roblox hatten sich zudem darauf geeinigt, weitere Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung von Online-Grooming zu ergreifen.

Die Regierung konsultierte derzeit über die Verbesserung des Kinderschutzes im Internet, wobei Optionen wie ein Verbot für Minderjährige unter sechzehn Jahren, die soziale Medien nutzten, in Betracht gezogen wurden. Abgeordnete des Bildungsausschusses unterstützten ein solches Verbot und drängten die Regierung, den Zugang zu „süchtig machenden“ App-Funktionen wie endlosem Scrollen und verschwindenden Nachrichten für Minderjährige einzuschränken.

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