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Neuseeland erlebte Schneefall: Wellington feierte seltenen Schnee und Skifahren

Antarktischer Kaltlufteinbruch brachte unerwartete Winterbedingungen in die Hauptstadt und die südlichen Städte.

Die Hauptstadt Neuseelands, Wellington, erlebte einen seltenen Schneefall und feierte die ersten Schneefälle seit fünfzehn Jahren. Ein Antarktischer Kaltlufteinbruch hatte die Temperaturen im ganzen Land drastisch gesenkt und bot den Bewohnern der südlichen Städte die Gelegenheit, durch die Straßen zu fahren. Der Front zog am Dienstag ein, und weite Teile des Landes erwachten zu eisigen Bedingungen, Frost und Schneefällen.

Am Mittwochmorgen erreichten drei Standorte in der Südinsel Temperaturen von minus neun Grad Celsius. An der Ostküste der Nordinsel traten zudem dicke Hagelstürme auf. In Wellington fiel am Dienstag kurz nach dem Mittag eine Mischung aus Graupel und Schnee auf den Meeresspiegel, was die Bevölkerung überraschte. Büroangestellte eilten aus ihren Gebäuden, und die Bewohner drückten ihre Freude und Überraschung in sozialen Netzwerken aus.

In Dunedin, der zweitgrößten Stadt der Südinsel, wurden Studenten am Dienstag nach Hause geschickt, nachdem der Schnee die Stadt bedeckte. Viele nutzten die Gelegenheit, die ungewöhnlichen Wetterbedingungen zu genießen. Videoaufnahmen zeigten Bewohner, wie sie auf den Straßen schlitten und Skifahrten unternahmen. Besonders bemerkenswert war die Fahrt hinunter der Baldwin Street, die nach Guinness-Weltrekord als die steilste Straße der Welt anerkannt wurde.

Weiter im Norden lag eine Schneeschicht über dem New Brighton Beach in Christchurch. Aufgrund von Wind und Regen musste ein Flugzeug den Abflug zum internationalen Flughafen Christchurch abbrechen. Die Polizei reagierte auf mehrere Vorfälle von Fahrzeugen, die auf eisigen Straßen rutschten, und bat die Öffentlichkeit dringend, Fahrten zu vermeiden.

Mitteleuropäische Wetterdienste prognostizierten, dass die Temperaturen am Mittwoch wieder ansteigen würden, jedoch über Nacht erneut fallen und der Donnerstag wahrscheinlich der kälteste Morgen des Jahres in Teilen des Landes wurde. Gleichzeitig verzeichnete Transpower, der nationale Netzbetreiber, den höchsten jemals erreichten Stromverbrauch am Mittwochmorgen und warnte vor einem möglichen Engpass bei der Energieversorgung am Freitagmorgen.

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