Die niederländischen königlichen Mitglieder erlebten an einem einzigen Weltcup-Tag zwei bedeutende sportliche Ergebnisse. Die Weltmeisterschaft bot den Mitgliedern der königlichen Familie die Gelegenheit, die Spiele beider Nationen verfolgen zu können. König Willem-Alexander, Königin Maxima und Prinzessin Ariane besuchten in Houston den Eröffnungsspiel und sahen die niederländische Mannschaft mit beeindruckenden fünf zu eins gegen Schweden gewinnen.
Später reisten die Royals nur achthundert Meilen nach Kansas City und konnten Curacao bei ihrem ersten Weltcup-Punkt gegen Ecuador beobachten. Fast das gesamte Curacao-Team stammte aus den Niederlanden, was die Verbindung zwischen den beiden Nationen unterstrich. Die königliche Delegation feierte den Tag gemeinsam mit den Spielern im Umkleidebereich.
König Willem-Alexander erklärte gegenüber RTL-TV, dass es sich um einen „besondersen Weltcup“ handelte, da sie sowohl die Niederlande als auch Curacao unterstützten. Er betonte, dass dies eine große Chance sei, sowohl die „Blauen“ als auch die „Orangen“ anzufeuern. Er hoffte, dass die Teams weitermachten.
Königin Maxima, die aus Argentinien stammte, konnte bei Gelegenheit das Halbfinale gegen Österreich in Arlington, Texas, am Montag absolvieren. Curacao, das als kleiner als die Isle of Man galt, blieb Teil des Königreichs der Niederlande.
Historisch gesehen eroberten die Niederlande im siebzehnten Jahrhundert weite Gebiete, die heute Teile von Indonesien, Südafrika, Curacao und West Papua bildeten. Zudem wurden Tausende von Menschen aus Afrika in die niederländischen Kolonien in den Karibik und Südamerika verschleppt, was etwa fünf Prozent des gesamten transatlantischen Sklavenhandels ausmachte, bevor diese Praxis im Jahr 1863 verboten wurde. König Willem-Alexander entschuldigte sich 2023 formell für die Rolle seines Landes im Sklavenhandel und äußerte sich persönlich stark betroffen davon.