Der französische Telekommunikationsmilliardär Xavier Niel wurde zum größten Anteilseigner bei Vodafone. Er erwarb dafür eine Beteiligung von sechzehn Prozent für vier,vier Milliarden Pfund. Die Transaktion vollzog sich, als die emiratische Telekommunikationsgruppe e& ihre gesamte Beteiligung an Vodafone für einen geringen Betrag verkaufte.
Niel erwarb den Anteil über sein Familieninvestmentvehikel Vega zu einem Aufschlag von fünfzehn Prozentpunkten gegenüber dem Aktienkurs von Vodafone. Er erklärte, dass Vega beabsichtigte, als langfristiger Minderheitsaktionär in der Telekommunikationsgesellschaft zu agieren. Niel sah in Vodafone eine „überzeugende Investitionsmöglichkeit“ und betonte, dass das Unternehmen für eine neue Wachstumsphase bereit sei. Er argumentierte, dass Vodafone gut positioniert sei, um erheblichen ungenutzten Wert in seinen europäischen und afrikanischen Geschäftsbereichen freizusetzen.
Vodafone hatte in jüngster Zeit umfangreiche Umstrukturierungen vorgenommen. Dazu gehörten der Verkauf seiner italienischen und spanischen Geschäftsbereiche sowie die Veräußerung seiner fünfzigprozentigen Beteiligung an der niederländischen Joint Venture. Zudem fusionierte das Unternehmen mit Three, um den größten Mobilfunkanbieter im Vereinigten Königreich zu bilden. Niel hatte zuvor seine Beteiligung an Vodafone über das Investmentvehikel Atlas Investissement im Jahr 2022 verkauft.
Ein Telekommunikationsanalytiker bemerkte, dass Niel eine aktive Aktionärsrolle innehatte und Veränderungen, einschließlich Personalabbau, fordern konnte. Er verwies auf frühere Entwicklungen, wie den Abbau von fünfzehn Prozent der Belegschaft bei Tele2, um die möglichen Auswirkungen einer Beteiligung von Niel-Vehikeln auf die Unternehmensstruktur zu illustrieren. Ein Sprecher von Niel betonte, dass die Transaktion lediglich ein Aktienkauf darstellte und keine Governance-Pakete beigefügt waren. Er versprach, dass Niel, sofern regulatorische Genehmigungen erteilt wurden, eine angemessene langfristige Beteiligung und ein Engagement für das Unternehmen erwarten würde.
Die Aktien von Vodafone stiegen am Freitag um zwölf Prozent. Niel, der Telekommunikationsgeschäfte in Frankreich, Italien, Polen und Island aufgebaut hatte, wird von Forbes auf 15,5 Milliarden Dollar geschätzt. Seine Partnerin Delphine Arnault, Tochter des reichsten Mannes Frankreichs und Erbin der Luxusgruppe LVMH, unterstützte ihn in dieser Entwicklung.