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Sicherheit

Nigerianische Sicherheitskräfte retten über 300 Abgehobene

Größte eintägige Operation durch gemeinsame Sicherheitsbehörden

Nigerianische Sicherheitskräfte retteten über 300 Personen, die in verschiedenen Angriffen in Nigeria entführt worden waren. Die Präsidentschaft von Nigeria beschrieb diese Maßnahme als die größte eintägige Aktion gemeinsamer Sicherheitskräfte. Die Gefangenen wurden im Kainji-See-Nationalpark im Bundesstaat Niger gerettet. Diese Operation involvierte das Militär, die Polizei, eine Geheimdiensteinheit sowie das Nationale Zentrum zur Bekämpfung des Terrorismus.

Unter den geretteten Personen befanden sich 163 Menschen, die während eines Angriffs auf die Gemeinschaft Woro im Bundesstaat Kwara entführt worden waren, bei dem mehrere Personen getötet wurden. Hinzu kamen mindestens 145 weitere Personen, die im Bundesstaat Niger festgehalten wurden. Der Präsidentschaftssprecher Bayo Onanuga begrüßte die erfolgreiche Rettung von 308 nigerianischen Bürgern, die in verschiedenen Angriffen in Niger und Kwara gerettet wurden.

Onanuga betonte, dass es sich um die größte Rettungsaktion handelte, die jemals in einem einzigen Tag durchgeführt wurde. Präsident Bola Ahmed Tinubu bezeichnete die Aktion als ein Zeichen für eine verbesserte Koordination zwischen den Sicherheitsbehörden Nigerias. Die Angriffe erfolgten, weil die bewaffneten Terroristen die Bewohner des Dorfes Woro im Bundesstaat Kwara zwangen, die nigerianische Regierung und ihre Verfassung abzulehnen und stattdessen ihre Lehren anzunehmen. Dies zielte darauf ab, ein paralleles Regierungssystem in der Region zu etablieren.

Organisationen wie Amnesty International berichteten über die erschreckenden Zustände der Opfer. Viele der Toten fanden sie mit den Händen und Füßen gefesselt – einige hatten den Hals durchtrennt, andere wurden erschossen. Die nigerianische Regierung gab den Angriffen die Verantwortlichkeit der Boko Haram zu, wobei die Terrorgruppe keine Stellungnahme abgab.

Die Rettung erfolgte Wochen nach einer früheren Aktion, bei der 44 Schüler und Lehrer bei einem Schulangriff im Bundesstaat Oyo entführt worden waren. Diese Gruppe war nach über fünfzig Tagen in Gefangenschaft gehalten worden, nachdem eine Sicherheitsoperation über einen Monat stattfand. Diese Reihe von Entführungen, die Teile des nordzentralen und südlichen Nigerias betrafen, verstärkte die Besorgnis, dass die Unsicherheit über die traditionellen Konfliktzonen des Landes hinaus ausbreitete.

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