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Politik

Nigeria warnte vor Vergeltungsangriffen gegen Südafrikaner

Spannungen nach Migrationsprotesten führten zu Sicherheitswarnungen

Die Polizei in Nigeria warnte vor Vergeltungsangriffen gegen südafrikanische Staatsbürger oder Unternehmen. Diese Warnung erfolgte im Anschluss an eine Welle von Anti-Migrationsprotesten in Südafrika. Die Behörden mahnten die Bürgerinnen und Bürger Nigers, nicht die Rechtswege zu verlassen, nachdem Berichte über Angriffe auf nigerianische Personen in Südafrika vorlagen. Obwohl solche Angriffe nicht bestätigt wurden, folgte die offizielle Mahnung einer Besprechung von Sicherheits- und Geheimdienstchefs.

Die südafrikanische Polizei bestätigte keine Angriffe auf Ausländer, jedoch verurteilte die Regierung “kriminelle Handlungen”, die gegen ausländische Staatsbürger gerichtet waren. In den letzten Wochen stiegen die Spannungen in Südafrika, da Demonstrationen für strengere Maßnahmen gegen unerlaubte Migranten stattfanden. Mehrere afrikanische Staaten rieten ihre Bürger zur Wachsamkeit, wobei Ghana beispielsweise Hunderte seiner Staatsbürger aufgrund von Sicherheitsbedenken evakuiert hatte.

Aliyu Giwa, ein leitender Polizeisprecher, äußerte sich in einem Beitrag, in dem er den Schmerz und die Wut über die jüngsten Angriffe auf nigerianische Personen im Ausland anerkannte. Er betonte jedoch, dass dies eine Zeit für Ruhe und Zurückhaltung sei. Er erklärte, dass Gewalt keine Schutzmaßnahme für nigerianische Bürger im Ausland darstellte und lediglich zusätzliche Krisen verursachte. Er betonte, dass die Angelegenheit auf höchster Ebene von der Regierung behandelt wurde.

Die nigerianische Polizei informierte darüber, dass zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen um Botschaften, Schlüsselinfrastruktur und andere sensible Orte ergriffen wurden. Sie erklärten, dass jeder Versuch, südafrikanische Staatsbürger, diplomatische Einrichtungen, Unternehmen oder andere legitime Interessen innerhalb Nigers anzugreifen, als kriminelle Handlung behandelt wurde.

Die südafrikanischen Demonstranten warfen unerlaubten Migranten vor, öffentliche Dienstleistungen unter Druck zu setzen und an Kriminalität beteiligt zu sein. Sie forderten die Regierung auf, die Migrationskontrolle zu verstärken. Eine Gruppe namens March and March organisierte die Demonstrationen und forderte, dass unerlaubte Migranten das Land bis zum 30. Juni verlassen sollten.

Frühere Ausbrüche xenophober Gewalt in Südafrika hatten diplomatische Spannungen ausgelöst und zu Vergeltungsangriffen in Nigeria geführt, bei denen südafrikanisch geführte Unternehmen beschädigt und geplündert wurden.

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