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Zwei Bürger Nigeria wurden in Südafrika getötet

Kriminalität im Kontext wachsender Migrationsfeindlichkeit

Nigeria gab bekannt, dass zwei seiner Staatsbürger in Südafrika getötet worden waren. Die Todesfälle erfolgten inmitten einer zunehmenden Feindseligkeit gegenüber Migranten. Emeka Charles Iroegbu wurde angeblich am 28. Juni von Polizeibeamten mit brutalen Verhörtechniken getötet. Gleichzeitig erschossen unbekannte Täter den Ladenbesitzer Musa Yunana Joe am selben Tag. Die Behörden in Pretoria lieferten zu diesem Zeitpunkt keine Stellungnahme.

Die nigerianische Außenministerin erklärte, dass diese Ereignisse auf einen Anstieg der anti-migrantischen Stimmung in Südafrika zurückzuführen seien. Diese Stimmung führte dazu, dass etwa 25.000 Bürger aus anderen afrikanischen Ländern ihre Heimatländer verließen, darunter rund 700 Nigerianer. Demonstranten in Südafrika forderten die Regierung auf, Maßnahmen gegen die irreguläre Migration zu ergreifen. Sie argumentierten, dass Ausländer Arbeitsplätze beanspruchten und unrechtmäßig von öffentlichen Dienstleistungen profitierten.

Nigeria informierte, dass es die südafrikanische Regierung auf eine ernste Weise warnte. Die Außenministerin betonte, dass alle Optionen offen stünden, sofern die „unkultivierte und provokante Tendenz der Intoleranz und des Apartheid-ähnlichen Verhaltens Südafrikas gegenüber Ausländern“ nicht angegangen werde. Nigeria kündigte an, Entschädigungen für seine Bürger zu fordern und begann, die von Nigerianern hinterlassenen Unternehmen und Immobilien zu dokumentieren.

Die südafrikanische Kabinettministerin Khumbudzo Ntshavheni lehnte die Entschädigungsforderung ab. Sie erklärte, dass die Regierung keine Kompensation leisten würde und dass Nigerianer die von ihnen hinterlassenen registrierten Immobilien auf dem südafrikanischen Markt verkaufen konnten. Sie forderte zudem Informationen über die Verstecke von Drogenkartellen, um diese in Südafrika dringend zu beseitigen.

Die nigerianische Außenministerin verurteilte diese Äußerungen scharf und bezeichnete sie als „inakzeptabel“. Sie bezeichnete die öffentlichen Äußerungen hochrangiger Regierungsbeamter als „verächtlich, unprofessionell und unzensiert generalisierte öffentliche Aussagen als Hassrede“. Die Situation verdeutlichte die tiefgreifenden sozialen und wirtschaftlichen Spannungen, die durch die anhaltende Arbeitslosigkeit und die Migrationsdruck auf den Kontinent verursacht wurden.

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