Die nigerianische Armee meldete die Freilassung der Witwe eines pensionierten Generals, der während der Geiselnahme gestorben war. Maj Gen Rabe Abubakar und seine Frau Amina wurden Ende letzten Monats im nordwestlichen Bundesstaat Katsina entführt. Die Militärführung erklärte, dass die Geiseln beim Rettungsversuch die Frau Abubakar erschossen und dann flohen, als die Truppen vorrückten. Die Witwe wurde anschließend in einem Militärkranken behandelt.
Eine der Töchter des Paares, Bilkisu, bestätigte die Rettung über eine Messaging-App. Sie bedankte sich bei Allah für seine Barmherzigkeit und den Schutz. Sie betete für die Genesung ihrer Mutter, ihre vollständige Erholung und Stärke nach den erlittenen Umständen.
Der Tod des Generals in Gewahrsam wurde auf gesundheitliche Komplikationen zurückgeführt. Offizielle Angaben besagten, dass der Tod auf Diabetes und Bluthochdruck zurückzuführen war. Die Überreste des Offiziers wurden am selben Tag bestattet.
In einer Erklärung am Montag teilte die Armee mit, dass die Rettungsmission auf intensiveren Such- und Rettungsmaßnahmen folgte. Samaila Uba, Direktor der Verteidigungsinformation, berichtete, dass die Truppen im Zuge anhaltender Offensivoperationen und erhöhten Drucks auf die kriminellen Elemente Kontakt mit den Banditen aufnahmen. Dies führte zur erfolgreichen Bergung der Frau Abubakar.
Die Streitkräfte versicherten, dass die Führung der Armee die vollständige Genesung der Witwe sicherstellen wollte und ihr alle notwendige Unterstützung leistete. Zudem versprachen die Truppen, die Operationen fortzusetzen und die Geiseln zu verfolgen. Es gab keine Angaben, dass eine bestimmte Gruppe hinter den Entführungen stand. Kriminelle Bandengruppen, bekannt als „Banditen“ im nordwestlichen Nigeria, führten häufig Entführungen für Lösegeld sowie Viehrouben und Angriffe auf ländliche Gemeinschaften durch.
Neben den Banditen operierten auch militante Jihadisten in der Region. Ein angeblicher militanter Lagerstandort im Bundesstaat Sokoto war 2023 von einem US-Luftangriff betroffen. Am 6. Juni erschien ein Video, das den pensionierten General und seine Frau aufforderte, die festgehaltenen Banditen und ihr Vieh im Austausch für ihre Freiheit freizugeben. Präsident Bola Tinubu drückte seine „Überraschung“ über den Tod des Generals aus und bezeichnete ihn als Mahnung vor der Bedrohung durch bewaffnete kriminelle Gruppen.