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Wirtschaft

Nintendo verzeichnete Gewinnanstieg durch Zollrückerstattung

Rückerstattung von Trump-Zöllen trieb Gewinne um 53,5 Prozent an

Nintendo berichtete von einem deutlichen Anstieg der Gewinne. Die japanische Spielefirma erzielte über die drei Monate bis Juni einen Gewinn von 147,4 Milliarden Yen, was einem Wachstum von 53,5 Prozent entsprach. Dieser Erfolg übertraf die Expertenprognosen, welche einen Gewinn von 77,8 Milliarden Yen erwartet hatten.

Der Anstieg der Erträge wurde maßgeblich durch eine lang erwartete Rückerstattung von Zöllen beeinflusst. Die Rückerstattung resultierte aus dem Urteil des US-Obersten Gerichtshofs, welches Anfang dieses Jahres die „Liberation Day“-Handelszölle von Donald Trump für illegal erklärte. Die Verwaltung der Trump-Regierung erstattete damit rund 100 Milliarden Dollar aus den Zöllen, welche vor dem Gerichtsurteil erhoben worden waren. Diese Summe stellte 60 Prozent der gesamten 165 Milliarden Dollar dar, die gesammelt wurden.

Währenddessen hielt die Firma die starken Verkaufsdynamiken ihrer Switch 2-Konsole bei, und beliebte Spiele wie Yoshi und Pokémon Pokopia zeigten eine stabile Leistung. Dennoch sank der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 517,8 Milliarden Yen. Die Gewinne stiegen somit primär durch die Zollrückerstattung, nicht durch den Umsatz.

Nintendo reichte nach dem Gerichtsurteil eine Klage gegen das Weiße Haus ein, in der es eine vollständige Rückerstattung forderte, um die Kosten für die Zölle sowie die entstandenen Interessen zu decken. Obwohl die Rückerstattung nun erfolgte, bestätigte das Unternehmen den vollen Betrag nicht explizit, da es weiterhin den Ruf hatte, diese Erstattungen an die Verbraucher weiterzugeben.

Zusätzlich sah sich Nintendo im letzten Monat einer Sammelklage von Kunden ausgesetzt, welche behaupteten, das Unternehmen hätte Preise aufgrund der Zölle erhöht, obwohl es später von den Rückerstattungen profitiert hatte. Die Rechtsvertreter von Nintendo bezeichneten diese Klage als unbegründet und argumentierten, dass der Preis, den die Kunden bezahlten, den Kaufpreis der Waren entsprach, die sie erhielten.

Die US-Präsidentschaft verhängte im letzten Monat eine neue Runde von Zöllen auf über 80 Länder, darunter auch Japan. Diese Maßnahme stellte potenzielle neue Probleme für Exporteure wie Nintendo dar. Eine Koalition von fünfundzwanzig US-Bundesstaaten reichte jedoch gegen die Trump-Verwaltung Klage ein, was den Weg für weitere Rückerstattungen für angeschlagene Exporteure ebnete.

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