Der renommierte Bergsteiger und ehemaliger britischer Armeeangehöriger Nirmal Purja starb bei einem Lawinenunfall auf dem Broad Peak in Pakistan. Die Firma Elite Expeditions bestätigte die Nachricht mit tiefstem Bedauern und großer Trauer, dass Purja bei dem Lawinenereignis am Donnerstag ums Leben kam. Es wurde zudem mitgeteilt, dass keiner der neun übrigen Mitglieder der Expedition überlebte.
Purja, ein Nepaleser, erlangte Bekanntheit, weil er im Jahr 2019 in nur sechs Monaten die 14 höchsten Gipfel der Welt bestieg. Die pakistanischen Behörden hatten zuvor die Wiederbeschaffung der Leichen von drei anderen Kletterern aus der Expedition – darunter den Amerikaner Mallory Geis und Pur Bahadur Gurung – bekannt gegeben. Der nepalesische Premierminister Balendra Shah bestätigte Purjas Tod in sozialen Medien und äußerte seinen Schock über den tragischen Verlust von sechs Nepalesern und vier ausländischen Kletterern im Karakorum-Gebirge.
Die Rettungsteams suchten die Kletterer auf den 12. höchsten Gipfel der Welt nach dem Lawinenereignis auf dem Berg von 8.047 Metern in der Karakorum-Region. Purja führte die multinationale Klettergruppe. Er stieg durch seine Leistungen in den Fokus, nachdem er 189 Tage lang alle 14 Berge mit Gipfeln über 8.000 Meter bestiegen hatte, womit er den früheren Rekord um mehr als sieben Jahre brach.
Purja diente sechzehn Jahre im britischen Militär, von denen zehn in den Spezialeinheiten verbracht wurden. Er erhielt 2018 eine MBE von der verstorbenen Königin für seine Leistungen im extremen Hochgebirgsklettern. Er war zudem der erste Gurkha, der den Everest bestieg, während er im britischen Militär diente. Purja erklärte in seinem letzten Beitrag auf X, dass er ursprünglich nicht den Broad Peak besteigen wollte. Er erkannte jedoch, dass er die Gelegenheit nutzte, um diesen Gipfel zu erobern, um als erster Mensch in der Geschichte alle vierzehn Acht-Tausender ohne Sauerstoff zu bestiegen.
Der Broad Peak galt als einer der anspruchsvollsten Berge für Kletterer. Obwohl die erste erfolgreiche Besteigung 1957 stattfand, verlor viele weitere Kletterer ihr Leben. Ein besonders tödliches Jahr war 2013, als mindestens sechs Todesfälle auf dem Berg verzeichnet wurden. Die Details dieser tragischen Geschichte wurden fortlaufend aktualisiert und weitere Informationen folgten.