FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Soziales

NSW investierte 350 Millionen Dollar für Familienprogramm zur Stärkung der Identität indigener Kinder

Ein neues Programm ermöglicht es Kindern, ihre Geschichten selbst zu erzählen

Die Regierung von New South Wales (NSW) stellte eine historische Summe von 350 Millionen Dollar bereit, um ein neues Programm zur Förderung von Familienstrukturen indigener Kinder zu starten. Dieses Programm zielte darauf ab, gefährdete Kinder den Raum zu geben, ihre eigenen Geschichten zu erzählen, und reduzierte somit die Überrepräsentation von indigenen Kindern in der Obhut außerhalb der Familie.

Das Programm entstand in Zusammenarbeit zwischen den First Nations Familien, den Aboriginal Community-Controlled Organisations (ACCOs) und der Landesregierung. Es verfolgte einen ganzheitlichen Ansatz zum Schutz von Kindern und Familien, um die Verwahrlosung zu mindern. Als Teil einer umfassenderen Investition von 900 Millionen Dollar in ein neu gestaltetes System zur Familienförderung finanzierte die Regierung zudem weitere 30 nichtstaatliche Organisationen zur Unterstützung vulnerabler Familien.

Bereits in Coffs Harbour zeigte das Aboriginal Family Support Service Abcare Erfolg. Das Heilzentrum von Abcare bot Kindern Zugang zu traumainformierter und kulturell sicherer Unterstützung, darunter Psychologen und narrative Therapeuten, die darauf spezialisiert waren, Kindern zu helfen, ihre Erzählungen neu zu formulieren. Ein Therapeut berichtete von einem neunjährigen Jungen, der durch Zeichnungen seine inneren Erfahrungen darlegte. Durch die narrative Aufarbeitung konnte der Junge seine Geschichte neu konstruieren und fand dadurch neue Ziele und Erfolg in der Schule.

Die Statistiken verdeutlichten die Dringlichkeit der Massnahme: Obwohl indigene Kinder in NSW nur 7,8 Prozent der Kinder im Alter von null bis siebzehn ausmachten, stellten sie 46,1 Prozent aller Kinder in der Obhut außerhalb der Familie dar. Die Ministerin für Familien und Gemeinschaften, Kate Washington, bezeichnete diese Rate als „viel zu hoch“ und erklärte, dass die Regierung massiv in Familienförderungsprogramme investierte.

Washington betonte, dass die von den Organisationen geleisteten Unterstützung einzigartig war. Sie hörte Geschichten, die „einfach Gänsehaut verursachten“, und erkannte, dass diese Programme eine kulturell sensible und reaktionsfähige, ganzheitliche Unterstützung boten, welche anderswo kaum zu finden war. Sie lernte viel über die notwendige Reform des Kinderschutzsystems in NSW und die Möglichkeit, die Identität der Kinder zu wahren.

New South WalesFirst NationsFamilienschutzKinderrechte

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp