Die Regierung in New South Wales verabschiedete im Dienstag den Haushalt, der direkte Entlastungsmaßnahmen für Arbeitnehmer und Familien vorsah. Die Fahrpreise im Opal-System blieben für ein Jahr eingefroren, während die Gebühren für die Fahrzeugregistrierung um hundert Dollar gesenkt wurden. Diese Schritte dienten der Linderung der Belastungen durch die Lebenshaltungskosten vor der bevorstehenden Wahl.
Die Maßnahmen zielten auf die Entlastung der Bevölkerung ab. Die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr blieben auf maximal fünfzig Dollar pro Woche begrenzt, und die Preise veränderten sich nicht. Zudem senkte die Regierung die Schwelle für die wöchentliche Mautbegrenzung von sechzig auf fünfzig Dollar für zwölf Monate. Fahrer konnten somit bis zu dreihundertfünfzig Dollar pro Woche zurückfordern, nachdem sie fünfzig Dollar gezahlt hatten.
Die wirtschaftliche Lage in New South Wales zeigte sich angespannt. Es prognostizierte sich ein Defizit von zwei Milliarden dreihundert Millionen Dollar für den Zeitraum 2026 bis 2027. Die Staatsverschuldung stieg zudem auf über zweihundert Milliarden Dollar bis 2027 bis 2028, was höher lag als zuvor erwartet. Der Finanzminister Daniel Mookhey begründete den Haushalt als Mittel zur Schaffung einer „staatlichen Umgebung, in der Arbeitnehmer leben konnten“.
Im Rahmen seiner Rede betonte Mookhey, dass der überwiegende Druck in New South Wales bestand, dass es „zu teuer war, ein Haus zu kaufen und zu mieten“. Er hob die privaten Investitionen in erneuerbare Projekte hervor, welche die Region vor einer Rezession bewahrten und kontrastierte dies mit der Unterstützung für die Energiewende.
Die Opposition kritisierte die Maßnahmen als unzureichend. Der Oppositionsführer Kellie Sloane bemerkte, dass die „vorübergehenden“ Maßnahmen nicht ausreichten, um die gestreckten Haushaltsbudgets zu entlasten. Der Schattenfinanzminister Scott Farlow erklärte, dass der Haushalt keinen Wachstumsplan enthielt und keine Steuererleichterungen für Unternehmen bereitstellte.
Die Regierung versuchte, die Inflationsentwicklung zu kontrollieren, indem sie die Kostensteigerung auf 2,7 Prozent über die Haushaltsjahre bis 2030 limitierte. Die Maßnahmen konzentrierten sich stark auf den Westen von Sydney, wo die Regierung neue Infrastrukturprojekte vorlegte. Die politischen Kräfte sahen sich dem Wettbewerb um die Wähler gegenüber, wobei die Regierung ihre finanzielle Stabilität und die Fähigkeit zur Verwaltung der Staatsfinanzen demonstrieren wollte.