New South Wales (NSW) vollzog eine grundlegende Änderung bei der Behandlung psychischer Notfälle. Nach mehreren Todesfällen, die durch Polizeikräfte verursacht wurden, beschloss der Staat, bei solchen Notrufen nicht mehr die Polizei, sondern spezialisierte Pflegekräfte zu entsenden. Die zuständigen Minister für psychische Gesundheit und Polizei verkündeten eine landesweite Anpassung der Verfahren zur Zuweisung von Notfällen.
Die Reform sah eine neue Struktur vor, bei der ein Team von Fachleuten zur Beurteilung psychischer Anrufe rund um die Uhr eingesetzt wurde, um eine bessere Unterstützung zu gewährleisten. Diese Maßnahme wurde über einen Zeitraum von zehn Jahren mit 270 Millionen Dollar finanziert. Zudem etablierte die Initiative einen zentralen Knotenpunkt, der den Einsatzkräften des Notarztdienstes in Echtzeit klinische Beratung bot und sie bei der Entscheidungsfindung zu sichereren Maßnahmen unterstützte.
Diese Struktur wurde durch acht neue psychische Gesundheitsteams gestärkt, welche aufgerufenen Einsätzen eine medizinische und fachliche Reaktion ermöglichten. Diese Teams bestanden aus einem Notarzt und einer spezialisierten Pflegefachkraft. Allerdings operierte diese neue Struktur nur zwölf Stunden täglich und galt nicht als landesweite Regelung. Außerhalb dieser Zeiträume reagierten die Polizei oder bestehende Modelle wie das Kooperationsmodell Polizei-Ambulanz und Klinische Frühreaktion (Pacer).