Teile von New York City versanken am Samstag unter Wasser, als heftige Gewitter über den Metropolbereich fielen. Die Überschwemmungen störten die U-Bahn-Linien und führten zur Stilllegung von Hunderten von Flugflügen vor dem Weltcup-Finale. Social-Media-Aufnahmen dokumentierten die dramatische Lage, wobei Pendler mit Wasser bis zum Knie durch die Straßen traten und Müllsäcke über ihren Beinen trugen.
Videos zeigten, wie Mülleimer und Sonnenschirme von Restaurants in den überfluteten Straßen treiben. Das Wasser stieg über die Reifen von Autos und verwandelte Stadtstraßen in improvisierte Flüsse. Auf den U-Bahn-Stationen stieg das Wasser die Treppenhäuser hinauf und bildete Wasserfälle, die direkt auf die Bahnsteige fielen. An der Canal Street station brach das Wasser sogar durch die Decken und floss auf die Plattformen.
Auf den Straßen versuchten Anwohner mit Besen, das aufsteigende Wasser von ihren Fahrzeugen wegzuschieben. Fußgänger nutzten Einkaufstaschen, um sich vor dem Regen zu schützen. Die National Weather Service meldete am Samstagnachmittag, dass zwischen zwei und vier Zoll Regen gefallen waren, wobei Starkregenraten bis zu einem Zoll pro Stunde erreichten. Die stärksten Niederschläge konzentrierten sich über Lower Manhattan, West-Brooklyn und Teile von Queens.
Auf den Straßen fesselten die steigenden Wasserstände den Verkehr. Alle Fahrspuren der Long Island Expressway an der 188. Straße wurden temporär in beide Richtungen gesperrt. Auch die Clearview Expressway an der Northern Boulevard erlitt Sperrungen. Auf einer Straße oberhalb der Brooklyn-Queens Expressway versanken mehrere Fahrzeuge vollständig, was zwang einige Personen, durch wadenhohes Wasser zu gehen.
Die Metropolitan Transportation Authority berichtete über erhebliche Störungen im gesamten Verkehrsnetz infolge des Abflusses auf die Gleise. Die Sturzfluten verursachten zudem schwere Verspätungen an den Flughäfen der Region. Bei den internationalen Flughäfen LaGuardia, John F. Kennedy International und Newark Liberty International traten Flugausfälle und Verzögerungen auf. Die Bundesbehörde für Luftfahrt berichtete, dass einige Ankunftsflüge am JFK durchschnittlich eine Verzögerung von über anderthalb Stunden erlebten.
Die Störung ereignete sich kurz vor dem Weltcup-Finale, das am Sonntag in der Nähe in New Jersey stattfand. Die Wetterlage folgte auf mehrere Tage mit gefährlicher Luftqualität im Nordosten, verursacht durch Rauch von fast tausend aktiven Waldbränden in Kanada. Meteorologen erwarteten, dass der Regen und eine herannahende Kaltfront den Rauch linderten, doch Beamte warnten davor, dass Verbesserungen der Luftqualität nicht unmittelbar bevorstanden. Der Gouverneur von New York, Kathy Hochul, rief die Einwohner zur Vorsicht auf und warnte davor, dass das schwere Wetter Stromausfälle, umgestürzte Bäume und weitere Straßensperrungen während des Wochenendes verursachen konnte.