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Wirtschaft

Ölpreise und Zinswende: Experten warnen vor Zinserhöhungen in Großbritannien

Der Konflikt im Nahen Osten und steigende Energiepreise setzten die Zentralbanken unter Druck.

Ölpreise, die über 100 Dollar pro Barrel stiegen, setzten die Wirtschaftsexperten in Großbritannien und Europa unter Druck. Die Analysten befürchteten, dass die Bank of England gezwungen sein würde, ihre Wirtschaftsbeurteilungen zu überdenken und die Zinssätze später im Jahr anzuheben. Dies resultierte aus der Sorge, dass höhere Energiepreise die Inflation stark ansteigen ließen.

Die fragile Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran brach zusammen und trieb die Ölpreise auf die Höchststände, die im April und Mai verzeichnet worden waren. Diese Entwicklung löste die Befürchtung aus, dass die gestiegenen Preise an der Zapfsäule die Inflation in die Höhe treiben würden. Die Gaspreise stiegen stark an, bevor die entscheidende Phase für die Wintervorräte der europäischen Länder begann.

Die großen Zentralbanken äußerten tiefe Besorgnis über die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten und dessen Einfluss auf die Preisentwicklung. Die neun Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Bank befürchteten, dass die Unsicherheit hinsichtlich des Inflationspfades und der möglichen sekundären Effekte zunahm. Ein weiterer Energieimpuls verstärkte diese Ungewissheit.

Einige Experten prognostizierten konkrete Szenarien für die notwendigen Zinsschritte. Einige bemerkten, dass ein Ölpreis von 90 Dollar pro Barrel ausreichen könnte, um die Prognosen der britischen Entscheidungsträger neu zu schreiben. Ein Preis von 100 Dollar pro Barrel erforderte hingegen zwei Erhöhungen der Zinssätze um jeweils 25 Basispunkte.

Einige Analysten betonten, dass die britische Wirtschaft nicht stark genug war, um die gestiegenen Kosten für Treibstoff und höhere Zinsen zu absorbieren. Sie argumentierten, dass die Nachfrage nicht stark genug war, um die Kostensteigerungen an die Verbraucher weiterzugeben. Andere Experten sahen die Notwendigkeit einer schnellen Reaktion der Bank of England, da die Unzufriedenheit der Öffentlichkeit mit der passiven Haltung der Zentralbank zunahm.

Es bestand die Erwartung, dass die Märkte eine Zinserhöhung des Europäischen Zentralbank-Rats bei seiner nächsten Sitzung signalisierten. Die Zentralbanken standen unter Kritik, da Kritiker argumentierten, dass Zinserhöhungen die bereits schwierige Lage verschlimmerten.

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