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Wirtschaft

Ölförderung im Nordsee verzögert sich nach Unfall

Produktionsstopp bei Rosebank und Jackdaw unter politischem Druck

Die Produktion im größten unerschlossenen Öl- und Gasfeld Großbritanniens sah sich einer Verzögerung von Monaten gegenüber. Ausgelagerte Geräte einer Förderplattform stürzten im Nordseegebiet versehentlich ins Meer, was die Arbeiten an der Rosebank zum Erreichen der Produktionsbereitschaft bis Jahresende aufschob. Die Adura, das Unternehmen, welches für die Rosebank verantwortlich war, prognostizierte nun, dass die Produktion erst irgendwann im Jahr 2027 erfolgen würde.

Die neue Regierung unterlief erheblichem Druck seitens der fossilen Brennstoffindustrie, um die Förderung von Öl aus der Rosebank zu ermöglichen. Diese Forderung kollidierte jedoch mit dem Widerstand von Klimaaktivisten und einigen Mitgliedern der Labour-Partei. Während einige Abgeordnete argumentierten, dass eine verstärkte inländische Öl- und Gasproduktion zur Bewältigung der Lebenshaltungskosten und zur Verbesserung der Energiesicherheit gegen globale Instabilität notwendig sei, betrachteten die Umweltverbände die Auswirkungen der Ausbeutung der Felder für die britische Wirtschaft als minimal.

Dennoch wirkten die Verzögerungen an der Rosebank nicht unmittelbar auf die Energieversorgung Großbritanniens während der Wintermonate ein. Die Genehmigungen für Rosebank und die weitere Förderstätte Jackdaw wurden zwar von den Konservativen erteilt, doch die Operationen wurden nach einer Anfechtung durch Umweltgruppen gestoppt. Die Plattform, die von der norwegischen Firma Odfjell Drilling gemietet wurde, musste für Reparaturen nach Bergen geschickt werden. Odfjell Drilling teilte in internen Dokumenten mit, dass die Plattform bis zu vier Monate außer Betrieb bleiben konnte, was bedeutete, dass einige Ölbrunnen deutlich hinter dem Zeitplan lagen.

Die neue Energiebeauftragte Miatta Fahnbulleh sollte die Zukunft der Felder nach Abschluss der Konsultationen zu ihren Emissionen im August entscheiden. Umweltorganisationen erörterten zudem die Möglichkeit rechtlicher Schritte gegen staatliche Entscheidungen zur Erlaubnis neuer Förderungen. Experten äußerten, dass ein Rechtsstreit erfolgreich sein könnte, wenn er auf substanziellen Umweltfragen wie die Störung von Ökosystemen, die Umweltverschmutzung und mögliche gesundheitliche Folgen basierte. Es wurde argumentiert, dass die Regierung ohne detaillierte Risikobewertungen der Auswirkungen der Förderung auf die Meeresumwelt, das Klima und die menschliche Gesundheit keine ausreichenden Vorsichtsmaßnahmen ergreifen konnte.

Greenpeace, welches die ursprüngliche Genehmigung der Lizenzen angefochten hatte, betonte, dass die Erlaubnis für die Felder „keinen Unterschied“ für die Energiekosten bewirkte und nur wenige Arbeitsplätze schuf. Sie argumentierten, dass die Förderung einer schädlichen Industrie, welche die Hitzewellen befeuerte, ein negatives Signal an internationale Verbündete sendete. Die Adura antwortete auf eine Anfrage zur Stellungnahme nicht.

NordseeÖlEnergiepolitikUmweltrecht

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