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Wirtschaft

Oligarch in Monaco angegriffen: Hintergründe des Attentats auf Vadym Iermolaiev

Experten vermuteten keinen politischen Hintergrund, doch Verdacht auf kriminelle Verbindungen blieb bestehen

Ein Attentat ereignete sich am Montagabend in Monaco. Ein ukrainischstämmiger Oligarch, Vadym Iermolaiev, wurde in einem Apartmentgebäude angegriffen. Die Explosion führte zu Verletzungen bei den drei Opfern, wobei die Ehefrau des Oligarchen schwer verletzt wurde. Die Polizei suchte nach dem Bomber, der mit einem Koffer zum Eingang des beigefarbenen Gebäudes trat. Die genauen Motive des Angriffs blieben zunächst unklar, doch die Ermittlungen konzentrierten sich auf die Frage, warum jemand einen der reichsten Wirtschaftsmennscher der Ukraine töten wollte.

Iermolaiev, ein Immobilienentwickler, besaß ein Vermögen, das auf rund 225 Millionen Dollar geschätzt wurde. Er war bekannt für seine internationale Präsenz, da er seine ukrainische Staatsbürgerschaft im Jahr 2018 gegen eine EU-Staatsbürgerschaft aus Zypern eintauschte. Die Aufmerksamkeit galt dem Oligarchen, der in der ukrainischen Presse als Mitglied der „Monaco-Bataillon“ identifiziert wurde – eine ironische Bezeichnung für wohlhabende Ukrainer, die im Ausland lebten, während ihre Mitbürger täglich russische Drohnenangriffe erlebten.

Nach einer Untersuchung der Sicherheitsbehörden der Ukraine verhängte das Land im Folgejahr persönliche Sanktionen gegen Iermolaiev. Die Behörden argumentierten, dass der 58-jährige Oligarch weiterhin Alkohol in besetzten Gebieten handelte und Millionen Dollar an Steuern an die russische Schatzkammer zahlte. Seine Vermögenswerte wurden eingefroren, und er wurde vom Geschäftsverkehr ausgeschlossen.

Iermolaiev wies die Anschuldigungen entschieden zurück und bezeichnete sie als „völlig surreal“. Er behauptete, Russland habe sein Weingut und sein Cognac-Unternehmen in der Krim im Jahr 2014 übernommen. Er beklagte den Verlust seines gesamten Vermögens und nannte Chechen-Militanten, die seine landwirtschaftlichen Maschinen gestohlen hätten. Er betonte, dass er seine Feinde verabscheute und glaubte, sie würden für den Schmerz, den sie der ukrainischen Heimat und seiner Heimatstadt bereiteten, Verantwortung tragen.

Mehrere Quellen wiesen die Vermutung aus, dass der mutige Angriff in Monaco nicht von den Sonderdiensten der Ukraine ausgeführt worden war. Einige Experten beschrieben Iermolaiev als Opportunisten ohne politische Ideologie, der per Definition kein russisches Gut sein konnte. Andere nannten ihn lediglich einen Geschäftsmann, der Konflikte lieber durch hinterhältige Vereinbarungen löste. Eine plausiblere Erklärung für den Bombenangriff lieferten jedoch Anschuldigungen, dass der Oligarch mit einem angeblichen Betrugs-Callcenter in Verbindung stand. Es schien, als ob die Tat sehr persönlich war, und die Sicherheitskameras in Monaco dienten dem Schutz der wohlhabenden Bevölkerung. Der Angriff erschien nicht wie die Arbeit eines hochprofessionellen Akteurs.

Zusätzlich zu den Anschuldigungen des Bombenangriffs existierte ein Fall bezüglich des Sohnes Iermolaiev Jr., der in Estland wegen der Organisation von Telefonbetrugsbetrieben verhaftet wurde. Die Ermittler stellten fest, dass Iermolaiev Jr. und weitere Verdächtige in der Ukraine betrügerische Callcenter eingerichtet hatten, die gefälschte Investitionsmöglichkeiten anboten. Diese Verdächtigen erhielten zwischen 2019 und 2022 über hundert Millionen Euro. Die Verbindung zu Chechen-Kriminellen, die für viele Betrugsmaschen bekannt waren, wurde in diesem Zusammenhang thematisiert. Die Verbindung zwischen dem Bombenangriff und den kriminellen Aktivitäten blieb jedoch bisher unbewiesen.

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