Die Ölpreise sanken signifikant, als der US-Präsident die Möglichkeit einer Öffnung des Hormus-Kanals für alle Nationen an die Annahme eines Abkommens durch den Iran knüpfte. Diese Äußerungen, die in den sozialen Medien veröffentlicht wurden, signalisierten eine mögliche Beendigung des Konflikts mit dem Iran, sofern Teheran eine Vereinbarung mit Washington akzeptierte. Der Präsident erklärte, dass dies die Beendigung der bekannten militärischen Aktionen und die Aufhebung der umfassenden Blockade ermöglichen würde. Gleichzeitig warnte er jedoch davor, dass bei Nichterfüllung der Bedingungen die Bombardierungen auf ein höheres Niveau und eine größere Intensität ansteigen würden.
Als Reaktion auf die Ankündigung reagierte die iranische Revolutionäre Garde-Marine mit einer Erklärung, wonach sichere Durchfahrt durch den Kanal durch das Ende der US-Aktionen und die Einführung neuer Verfahren gewährleistet seien. Diese Reaktion erfolgte als erste offizielle Stellungnahme Irans zu den US-Maßnahmen, die den Transit für blockierte Schiffe ermöglichten sollten. Die Nachricht führte zunächst zu einem starken Einbruch des Rohöls, das bis zu 11 Prozent fiel und auf einen Tiefstand von 97 Dollar pro Barrel sank, was erstmals seit April 2022 geschah.
Die Entwicklung auf den Finanzmärkten zeigte eine deutliche Erleichterung. Die Aktienmärkte stiegen, und europäische Börsen reagierten positiv auf die diplomatischen Entwicklungen. Der britische FTSE 100-Index und der französische Cac 40 stiegen, während der deutsche Dax ebenfalls zulehnte. Zudem verzeichneten globale Indizes, wie der MSCI All-Country World Index, Aufwärtstendenzen. Besonders stark war der südkoreanische Markt, dessen Kospi-Index den Wert von 7.000 Dollar erstmals überschritt, angetrieben durch den Boom von künstlicher Intelligenz-Aktien.
Die Ölpreise korrigierten ihre Verluste jedoch später am Tag, als der Iran die Vorschläge der Vereinigten Staaten als „amerikanische Wunschliste“ zurückwies. Dies führte zu einem weiteren Rückgang des Rohölpreises, der auf 101,83 Dollar pro Barrel fiel. Experten äußerten, dass die Entspannung der Lage und die Hoffnung auf eine friedliche Lösung im Nahen Osten zu einer Entspannung auf den Anleihemärkten führten. Die allgemeine Stimmung auf den Märkten verbesserte sich, da die Erwartung einer Eskalation nachließ und die Möglichkeit einer langfristigen Lösung in den Fokus rückte.