Die Ölpreise stiegen nach der Reaktion des US-Präsidenten auf den Iran stark an. Dies geschah, nachdem Donald Trump die iranische Antwort auf die US-Vorschläge zur Kriegsbeendigung als „völlig inakzeptabel“ bezeichnete. Die Rohölpreise auf dem internationalen Referenzpreis Brent stiegen um 4,1 Prozent auf 105,50 Dollar pro Barrel. Gleichzeitig erhöhten die in den Vereinigten Staaten gehandelten Rohölimporte um 4,4 Prozent auf 99,80 Dollar. Diese Entwicklung erfolgte am Montagmorgen in Asien.
Teheran sandte seine Antwort über Pakistan, welches als Vermittler zwischen den beiden Seiten fungierte. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim erklärte, dass die Antwort eine sofortige Beendigung des Konflikts forderte und Garantien gegen weitere US-israelische Angriffe auf den Iran enthielt.
Washingtons Bedingungen umfassten die Wiederherstellung der freien Durchfahrt durch den Straße von Hormus sowie die Aussetzung der iranischen nuklearen Anreicherung. Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte zudem, dass der Krieg mit dem Iran nicht enden würde, solange die angereicherten Uranvorräte nicht entfernt wurden.
Die strategisch wichtige Wasserstraße von Hormus schloss sich nach Beginn des Konflikts am 28. Februar effektiv. Diese Blockade störte die globalen Lieferungen von Öl und Gas erheblich. Die Straße von Hormus erlaubte etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen. Die Bedrohung durch den Iran, Schiffe, die die Passage in Reaktion auf US-israelische Angriffe, anzugreifen, führte zur effektiven Schließung der Durchfahrt.
Obwohl eine Waffenruhe Anfang April ausgerufen wurde, beobachtete man gelegentliche Feuerwechsel. Am 21. April verlängerte Trump die Waffenruhe unbestimmt, um dem Iran Zeit zur Präsentation eines „vereinigten Vorschlags“ zu geben. Seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe am 8. April stieg der Brent-Rohölpreis wieder über 100 Dollar pro Barrel.
Große Energieunternehmen verzeichneten deutliche Gewinne. Aramco berichtete, dass seine Erträge in den ersten drei Monaten des Jahres um mehr als 25 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2025 stiegen. Die Pipeline des saudischen Energiegiganten erwies sich als lebenswichtige Versorgungsader und verhinderte Störungen im Schiffsverkehr. BP meldete, dass seine Gewinne für die ersten drei Monate des Jahres mehr als verdoppelt wurden, während Shell ebenfalls einen Anstieg ihrer Erträge bekannt gab.