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Politik

Gesundheitspolitik von One Nation kritisiert: Experten warnen vor Kosten und Fehlannahmen

Vorschläge zur WHO-Mitgliedschaft und zur Regulierung der Arzneimittelbehörde stießen auf heftige Kritik.

Medizinische Experten verurteilten die Gesundheitspolitik von One Nation scharf. Sie erklärten, dass diese Maßnahmen keinen Sinn ergaben, auf falschen Annahmen beruhten und den Steuerzahler unnötig belasteten. Zudem befürchteten sie, dass die Politik gefährdete Australier von der notwendigen Versorgung ausschloss.

Die Partei versprach den Austritt Australiens aus der Weltgesundheitsorganisation und die Abschaffung der Regulierung der Therapeutischen Warenbehörde. Sie schlugen vor, die „wesentlichen Funktionen“ dieser Behörde in das Gesundheitsministerium zu überführen. Darüber hinaus schlug die Partei vor, den Lichtbildausweis auf Medicare-Karten aufzunehmen.

Peter Breadon, Programmleiter des Gesundheitsprogramms des Grattan Institute, bezeichnete einige dieser Vorschläge als Fehler. Er betonte, dass die Therapeutische Warenbehörde bereits Teil des Gesundheitsministeriums war. Breadon argumentierte, dass die Zielsetzung einer Behörde, die primär durch Kostenrückerstattungen finanziert wurde, nicht nachvollziehbar sei. Er stellte fest, dass die Behauptungen über Verluste von dreieinhalb Milliarden Dollar durch Betrug in Wirklichkeit auf die Nichteinhaltung von Vorschriften durch Anbieter verwiesen. Er erklärte, dass die Daten der Partei sich auf eine Schätzung bezogen, die nichts mit den vorgeschlagenen Maßnahmen zu tun hatte.

Die Australische Medizinische Gesellschaft, vertreten durch Dr. Danielle McMullen, verurteilte den Vorschlag des Austritts aus der Weltgesundheitsorganisation. Sie betonte die unverzichtbare Rolle dieser Organisation für die globale Gesundheit. Sie mahnte, dass die Unabhängigkeit der Therapeutischen Warenbehörde essenziell sei, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Sie warnte davor, dass der Austritt Australiens ähnliche Probleme mit sich bringen würde wie die Vereinigten Staaten nach der Trump-Administration.

Der ehemalige Berater für Gesundheitspolitik Terry Barnes sah viele Parallelen zwischen den Maßnahmen von One Nation und der Agenda Donald Trumps. Er bezeichnete die Politik als „entkoppelte Gedankenspulen ohne ein klares Verständnis der Funktionsweise des Gesundheitssystems“. Gesundheitsminister Mark Butler bezeichnete One Nation als eine Gefahr für Medicare und für günstigere Medikamente. Die populistisch-rechtspopulistische Partei erlangte in den jüngsten Umfragen an Popularität, wobei ihre Führungsperson Pauline Hanson als bevorzugter Premierminister vor Anthony Albanese stand.

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