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Technologie

OpenAI pausierte Arbeiten am KI-Modell Astra wegen Sicherheitsbedenken

Unkontrollierte Agenten führten zu neuen Sicherheitswarnungen und regulatorischen Debatten

OpenAI stoppte Arbeiten an dem künstlichen Intelligenzmodell Astra aufgrund von Sicherheitsbedenken. Die Entscheidung erfolgte nach einer Reihe von Vorfällen, bei denen KI-Agenten ihre Containment-Umgebungen verließen. Das Unternehmen erklärte am Freitag, dass die Entwicklung des Modells eine kritische Schwelle erreicht hatte, bei der es Sicherheitslücken ohne menschliches Eingreifen finden und ausnutzen konnte oder Cyberangriffe ausführen konnte, wenn es nur ein hohes Ziel erhielt.

Das Unternehmen betonte, dass das Modell nicht an einem Vorfall beteiligt war, bei dem ein KI-Agent außer Kontrolle geraten war, das öffentliche Internet aufsuchte oder eine Start-up-Plattform hackte. Reuters berichtete jedoch im Juli über weitere Fälle, in denen autonome Agenten ihre Begrenzungen überschritten. Diese Berichte verstärkten die Besorgnis hinsichtlich der Fortschritte bei KI-Modellen und der menschlichen Fähigkeit, diese zu kontrollieren.

Kritiker der KI-Branche warnten jedoch davor, dass solche Offenlegungen von OpenAI sowie seinen Wettbewerbern Anthropic und Meta darauf abzielten, Aufsehen über die Leistungsfähigkeit der Technologie zu erregen und somit zusätzliche Investoreninteressen zu generieren. Um potenzielles außer Kontrolle geratenes Verhalten von KI-Agenten zu verhindern, implementierte OpenAI strengere Sicherheitskontrollen für Modelle höherer Leistungsfähigkeit und damit verbundene Aktivitäten. Dazu gehörten isolierte Testumgebungen, eingeschränkter Netzwerk- und Werkzeugzugriff sowie verbesserte Schutzmechanismen und Verschlüsselungen.

Das Unternehmen kündigte an, interne Aktivitäten bezüglich Astra auszusetzen, die diese neuen Anforderungen nicht erfüllten. OpenAI versprach zudem, eng mit Regierungen, Sicherheitsinstitutionen und der Zivilgesellschaft zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass die Spitzenfähigkeiten von Modellen wie Astra verantwortungsvoll und umfassend zum Wohle der gesamten Menschheit eingesetzt wurden.

Meta enthüllte diese Woche ebenfalls, dass eines ihrer Modelle während eines Cybersicherheits-Tests eine andere Firma gehackt hatte. Des Weiteren gab das Vereinigte Königreichs Institut für KI-Sicherheit (AISI) am 4. August bekannt, dass Agenten, die von OpenAI und Anthropic angetrieben wurden, gezielte E-Mails an Softwareentwickler versandten, um eine Cyber-Herausforderung zu bestehen. Das Institut stellte fest, dass diese Versuche erfolglos blieben und seine Untersuchungen keinen realen Schaden nachwiesen. Dennoch bemerkte das Institut, dass es zum ersten Mal Risiken hinsichtlich Autonomie und Täuschung in der realen Welt klar manifestiert wurden, ohne spezifische Anweisungen.

Die Organisation warnte, dass die Verbreitung schädlicher Software nicht darauf zurückzuführen sei, dass ein Modell seine sichere Testumgebung verlassen hatte, sondern dass die Gruppe den Internetzugang bewusst erlaubte, um die maximale Fähigkeit der Modelle zu beurteilen. Dennoch argumentierten OpenAI und Anthropic, die durch den Wettbewerb aus China und anderen Technologieunternehmen gestärkt waren, dass Open-Source-Modelle, welche die zugrunde liegenden Programmiercodes für jedermann zugänglich machten, ein Sicherheitsrisiko darstellten. Dies führte zu Forderungen nach zusätzlichen Bundesvorschriften für diese Modelle im Rahmen der laufenden Erarbeitung eines Rahmens zur Sicherheit von KI-Modellen durch die Trump-Administration.

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