Eine Oscar-Statue, die nach dem Abflug des Gewinners verschwunden war, wurde schließlich lokalisiert. Der Film „Mr Nobody Against Putin“ von Pavel Talankin ging verloren, nachdem die Fluggesellschaft Lufthansa den Künstler aufgrund seiner Mitnahme des Preises zum Flughafen John F. Kennedy gestoppt hatte. Die Sicherheitsbehörden verhinderten den Transport, da die Statuette als potenzielles Waffe eingestuft wurde, was zu erheblichen Verzögerungen führte.
Nach der Landung in Deutschland wurde die Oscar-Figur gefunden und befindet sich nun in der Obhut der Fluggesellschaft in Frankfurt. Lufthansa entschuldigte sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten und kündigte eine interne Überprüfung der Umstände an. Die Airline betonte die höchste Priorität für die sichere Handhabung von Reisegepäck und versicherte, dass sie in direktem Kontakt mit dem Besitzer steht, um die Rückgabe des Preises so schnell wie möglich zu organisieren.
Der Co-Regisseur des Dokumentarfilms zeigte sich erleichtert über die Wiederbeschaffung der Auszeichnung, obwohl die Vorkommnisse als „großes Durcheinander“ beschrieben wurden. Der Produzent betonte, dass die Situation angespannt war und die Mitarbeiter der Sicherheitsbehörden eine deutliche Reaktion erforderten, als sie den Künstler zur Entsorgung des Objekts aufforderten. Es wurde hervorgehoben, dass der Gewinner normalerweise ohne Probleme internationale Reisen mit seinen Auszeichnungen unternimmt und solche Vorfälle in der Vergangenheit nicht vorkommen sollten.
Der Dokumentarfilm thematisiert die Eskalation von Kriegspropaganda in einer russischen Schule, die Talankin während der Zeit der russischen Invasion in der Ukraine drehte. Aufgrund seiner Tätigkeit in diesem Kontext wurde der Regisseur aus Sicherheitsgründen aus Russland exiliert. Zudem wurde der Film von Russland auf Grundlage der Behauptung, er propagiere Extremismus und Terrorismus, von mehreren Streaming-Plattformen gesperrt.
Die Geschichte unterstreicht die komplexen Herausforderungen, die internationale Filmproduktionen und ihre Anerkennung in Zeiten geopolitischer Spannungen mit sich bringen. Die Vorkommnisse verdeutlichen die Notwendigkeit strenger Sicherheitsmaßnahmen bei der Mitnahme hochkarätiger Güter im internationalen Reiseverkehr.