Ein Mann und eine Frau, die den Mutter- und Stiefvater von zwei jungen französischen Jungen waren, wurden in Südportugal verhaftet. Die beiden Jungen, beide unter fünf Jahren, fanden Polizisten am Dienstag an der Seite einer Straße bei Alcacer do Sal. Die Kinder trugen Rucksäcke mit Nahrung und Wasser, besaßen jedoch keine Ausweisdokumente.
Der Vater der Jungen meldete sie am 11. Mai als vermisst aus ihrem Zuhause in Colmar in Ostfrankreich. Frankreich rief daraufhin eine pan-europäische Hilfsanfrage aus. Die Polizei in Portugal und Frankreich eröffneten Ermittlungen, konnten jedoch zu diesem Zeitpunkt noch keine Schlussfolgerungen ziehen.
Lokale Medien berichteten, dass das Paar verhaftet wurde, nachdem ihr Fahrzeug außerhalb eines Cafés in der Stadt Fatima gesichtet worden war. Diese Stadt lag etwa 180 Kilometer nördlich von Alcacer do Sal. Die nationale republikanische Garde Portugals verhaftete eine 41-jährige Frau und einen 55-jährigen Mann. Das verhaftete Paar wurde noch nicht offiziell identifiziert.
Den Verlassenen fand ein Fahrer, der die Kinder vor dem Alarmieren der Polizei versorgte. Die Ermittlungen gegen das Paar konzentrierten sich auf die Straftaten der häuslichen Gewalt, der Gefährdung und der Verlassenheit.