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Politik

Pakistanischer Luftangriff tötete 269 Afghanen bei Angriff auf Rehabilitationszentrum

Familien fordern Aufklärung; Pakistan bestreitet zivile Zielsetzung

Pakistan führte einen Luftangriff auf ein Rehabilitationszentrum in Afghanistan durch, der 269 Afghanen tötete. Die Opferfamilien forderten Aufklärung über die Gründe des Angriffs. Masooda, eine der Angehörigen, berichtete von der Entdeckung von Körperteilen ihres Bruders, dessen Leiche durch den Angriff auf das Drogerezidenzzentrum zerstört wurde. Die genaue Zahl der Opfer blieb unbestimmt, da viele Körper nicht identifiziert werden konnten.

Der Angriff auf das Omid-Drogenrehabilitationskrankenhaus stellte den tödlichsten Angriff in der Geschichte Afghanistans dar. Dieser Vorfall ereignete sich inmitten eines anhaltenden Konflikts zwischen Pakistan und Afghanistan, der über Monate andauerte und Hunderte von Todesopfern nach sich zog. Die Tragweite der Todesfolge erschütterte Afghanistan, obwohl das Land mit gewaltsamen Konflikten vertraut war.

Die Vereinten Nationen veröffentlichten einen Bericht, der die bestätigte Zahl auf 269 Personen festlegte, räumte jedoch ein, dass die tatsächliche Zahl voraussichtlich deutlich höher lag. Human Rights Watch bezeichnete den Angriff als einen unrechtmäßigen Angriff und einen möglichen Kriegsverbrechen. Pakistan bestritt jedoch die Behauptung, dass ein ziviles Ziel getroffen worden sei. In einer Stellungnahme erklärte Islamabad, dass weder ein Krankenhaus noch ein Rehabilitationszentrum noch eine zivile Einrichtung angegriffen worden seien. Es argumentierte, die Ziele seien militärische und terroristische Infrastruktur gewesen.

Die Angehörigen widersprachen dieser Darstellung vehement. Sie wiesen darauf hin, dass das Zentrum ein Krankenhaus sei und Menschen aufgenommen wurden, um Heilung zu finden. Die BBC sprach mit über dreißig Opfern, die die Behauptungen Pakistans ablehnten. Die UN-Vertreter bestätigten, dass das Ziel auch die landwirtschaftlichen Trainingsbereiche innerhalb des Krankenhauses betraf, was den großen Brand verursachte.

Die Familien fragten nach den Motiven des Angriffs. Pakistan verwies auf die Nutzung von Drogenabhängigen als Suizidbomber, was von den betroffenen Familien bestritten wurde. Die Taliban-Regierung versicherte, dass ihr Territorium nicht gegen andere genutzt wurde und keine bewaffneten Gruppen operieren durften. Dennoch führte der Angriff in der Hauptstadt zu neuen Ängsten vor einer Rückkehr zur Gewalt und zum Blutvergießen.

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