Die ehemalige US-Justizministerin Pam Bondi erschien vor einem Kongressausschuss, der die Ermittlungen gegen den Verurteilten Jeffrey Epstein untersuchte. Bondi bezeugte im Rahmen der Anhörung über die Handhabung der Epstein-Unterlagen durch das Justizministerium. Sie betonte, dass die Behörde ein beispielloses Engagement für Transparenz gezeigt habe, indem sie fast drei Millionen Seiten Material veröffentlichte, darunter Tausende von Videos und Hunderttausende von Bildern.
Bondi wurde im März vom House Oversight Committee gerufen, kurz bevor Präsident Trump ihre Position als oberste Strafverfolgungsbeamtin seiner Regierung entzog. In ihren Eröffnungsbemerkungen äußerte sie Stolz über die Veröffentlichung der Dokumente, für die sie weithin kritisiert worden war.
Der Vorsitzende des Ausschusses, James Comer, schrieb in einem Verhörschreiben, dass sie die mögliche Misswirtschaft der Epstein-Ermittlungen und die Einhaltung des Gesetzes zur Transparenz der Epstein-Unterlagen untersuchten. Comer erklärte, dass sie herausfinden wollten, ob weitere Dokumente rechtlich übergeben werden konnten, und forderte alle Unterlagen.
Der führende Demokrat des Ausschusses, Robert Garcia, äußerte seine tiefe Enttäuschung über die Entscheidung, das Gespräch nicht videoaufzunehmen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Untersuchung der Unterlagen traf auf erheblichen parteiübergreifenden Druck, insbesondere hinsichtlich der Art und Weise, wie die Dokumente behandelt wurden, einschließlich der Nichterstellung von Redaktionen bei den Namen der Opfer Epstens.
Vor der Anhörung hatte die Justizbehörde Kritik erfahren, da sie die Namen der Opfer nicht redigiert hatte. Bondi hatte zuvor eine Liste hochrangiger Klienten Epstens erwähnt, was das Justizministerium später widerrief. Ihre Amtszeit als oberste Strafverfolgungsbeamtin war von den Epstein-Unterlagen geprägt, und sie sah sich zudem mit Kritik von Demokraten konfrontiert, weil sie das Justizministerium instrumentalisiert hatte, nachdem Trump sie aufgefordert hatte, seine politischen Gegner aggressiver zu untersuchen.
Zusätzlich zu diesen Herausforderungen erfuhr Bondi im Laufe der Zeit gesundheitliche Probleme, da sie eine Schilddrüsenkrebsdiagnose erhielt. Sie trat anschließend in den Rat der präsidentiellen Berater für Wissenschaft und Technologie ein, was den Beginn ihrer Tätigkeit außerhalb des Justizministeriums markierte.