Ein Passagier auf einem Ryanair-Flug wurde beinahe aus einem zerbrochenen Fenster gesaugt, als dieses mitten in der Luft zersplitterte. Der Vorfall ereignete sich während einer Reise von Griechenland nach Deutschland und führte zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Berichten zufolge wurde der Mann in den Luftstrom des Flugzeugs gehoben und hing kopfüber aus dem Fenster, nachdem ein Motorengluch zu einem Bruch des Acrylfensters geführt hatte.
Der betroffene Passagier, ein 61-jähriger Serbe, wurde gerettet, weil seine Frau ihn mit den Beinen festhielt. Das Ereignis fand auf dem Flug FR1879 statt, der von der Tochtergesellschaft Malta Air betrieben wurde. Ein Techniker der Gewerkschaft bestätigte, dass der Mann in ein Krankenhaus gebracht wurde, wo er Schock und Verbrennungen durch den eisigen Wind ausgesetzt war.
Aufgrund des Ereignisses fielen Sauerstoffmasken von der Decke, als die Kabine unter Druck stand. Daten der Verfolgungsfirma FlightRadar24 zeigten, dass der Flug nur etwas mehr als eine Stunde im Flug war und 16.000 Fuß erreichte, bevor er in Thessaloniki landete.
Ein Sprecher von Ryanair erklärte, dass der Flug nach Thessaloniki kurz nach dem Start zurückkehrte, als ein Passagierfenster während des Fluges verrutschte. Das Flugzeug landete normal und die Passagiere kehrten in den Terminal zurück. Ein Passagier beantragte und erhielt am Boden in Thessaloniki medizinische Hilfe.
Um Verzögerungen zu minimieren, arrangierte Ryanair ein Ersatzflugzeug, welches am Morgen des Vorfalls von Thessaloniki nach Memmingen abflog. Die Untersuchung des Vorfalls bestätigte, dass vier Türbolzen, welche die Türdichtung sicherten, für die Montage des Jets entfernt worden waren, jedoch nicht wieder eingesetzt wurden. Ein früherer Vorfall bei einer Alaska Airlines Boeing 737 Max 9 im Jahr 2024 erinnerte an ähnliche technische Probleme in der Luftfahrt.